Good to be here


Ich reg mich hier schon sehr viel übers Studium auf und denke immer wieder darüber nach, es zu schmeißen. Die Sache ist nur: ich kann mich aufregen und aufregen, aber selbst wenn Kommilitonen mir zustimmen, gibt’s am Ende des Tages keine Medaille dafür. Und irgendwann habe ich keinen Bock mehr auf die ganze negative Energie. Aufregen kostet mich Kraft und macht Falten und erhöht meinen Blutdruck und so weiter. Ich bestrafe mich damit eigentlich nur selbst, weil ich mich damit selbst belaste.

Aber gestern hab ich mal gesehen, dass es doch eigentlich ziemlich geil ist. Warum?

1.) Weil ich Pfingsten mit tollen Frauen in der Natur verbracht habe. Drei Tage Paddeln machen, dass ich mich stark und stolz fühle, aber auch klein und demütig. Versuch mal in einem Kajak vorwärts zu kommen, wenn ständig Motorboote an dir vorbeifahren und Wellen verursachen und du weißt, wie sich vielleicht Staaten in der dritten Welt fühlen. Weil mir Mückenstiche irgendwann egal waren und ich so viele Süßigkeiten durcheinander gegessen habe wie schon lange nicht mehr. Ich bin davon noch schön träge, so dass ich meine Bewerbung gestern für ein Stipendium mit einer schönen Gleichmütigkeit fertiggemacht habe und dachte: ich lass das jetzt so. Es wird schon reichen.

1a) Wegen des Lieblingsfundstücks des Tages: „Wear sunscreen“ (cheers to one of the awesome canoe ladies!). Da steht unter anderem drin, dass Sorgen über die Zukunft machen ungefähr so effektiv ist wie zu versuchen, eine Algebra-Gleichung durch Kaugummi-Kauen zu lösen. Und dass mein sich Sorgen machendes Hirn die richtig krassen Sachen gar nicht voraussehen kann. Das tat mir gut.

2.) Weil ich für diese Bewerbung ein richtig fettes Gutachten von meinem Mentor bekommen habe. Der Mentor ist ein bekannter Autor – die Mutter einer Freundin ist Fan und würde ausflippen, wenn sie wüsste, dass ich ihn duze. Im Gutachten steht drin, wie toll ich mich entwickelt habe und alles ist ganz herrlich übertrieben, aber auch voller Wahrheit, und ich werde es mir an die Wand pinnen. Da sind Schreibfehler drin, der Gute kennt den Unterschied zwischen Sie und sie und Ihre und ihre nicht.

3.) Weil ich erfahren habe, dass das eine Projekt bei bei meinem vorigen Job keine Fördermittel bekommen hat. Meine dortige Chefin hatte mir vor Monaten provisorisch eine Stelle ab September in diesem Projekt angeboten, ich hatte abgelehnt aber seitdem manchmal doch gedacht: hm. hm. Aber jetzt bleibe ich erst recht hier, in Hildi.

Fotos von Cornwall


Und weil ich gerade so schön im Fotos bearbeiten und Hochladen bin, hier die nächste Serie:

Cornwall.

Ich liebe es. Es hat eine ganz besondere Magie und es hat meine Seele berührt. Ja, lacht ruhig, is so!

Diese Fotos sind mit meiner analogen Minolta-Spiegelreflex entstanden, und man merkt schon, dass die Fotos deutlich unschärfer sind als bei einer digitalen Spiegelreflex (s. die Serie Hildi mit Digi im Frühling). Und das, obwohl ich die eingescannten Fotos alle noch durch den Photoshop-Scharfzeichner gejagt habe. Aber ehrlich, zu Cornwall passt dieser unscharfe, verschwommene Blick.

Im Norden ist gut muscheln


Typisch: Ich gehe um die Ecke in den Supermarkt, um eine fehlende Zutat fürs Abendessen zu kaufen (heute: körniger Frischkäse, den ich so gerne zu Pellkartoffeln esse). Im Supermarkt komme ich ob der tollen Produkte dann auf neue Ideen. Heute fand ich z.B. ein Pülverchen, mit dem man Mac’n Cheese* machen kann. Das wäre ja auch was, dachte ich, kaufte das Pülverchen, und als ich zuhause war, hatte ich keine Lust mehr auf Mac’n Cheese, sondern auf einen Luxus-Nudelauflauf, also fing ich an, die zweite Packungshälfte von den Muschelnudeln zu kochen. Nach ein paar Minuten merkte ich, dass ich auch keine Lust auf Überbackenes hatte, sondern auf Gemüse. Und auf Aprikosen. Und Butterschmalz.

Was nach all der Verwirrung herauskam und in meinem Magen landete, lest ihr hier. Nennen wir das Ganze mal

Italienisch-marrokanische Muschelnudeln**

Dafür brauchst du:

  • ca. 250 gr. Muschelnudeln (Conchiglioni)
  • 0,5 EL Butterschmalz***
  • 1 Zwiebel, ca. 5 cm Durchmesser, fein gehackt
  • 1 Bio-Karotte, geviertelt und in Scheiben geschnitten
  • 1 Zucchini, geviertelt und in Scheiben geschnitten
  • 3 getrocknete Aprikosen, klein gehackt
  • 1 EL Tomatenmark
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Kugel Mozzarella
  • Lesbisches Olivenöl zum Drüberträufeln
  • Salz und Pfeffer

Und das Ganze braten wir in einer großen Pfanne mit Deckel (Deckel ist ganz wichtig, wie du noch sehen wirst)

Was du tust:

Die Muschelnudeln kochst du in heißem Salzwasser. Die brauchen eine Weile, ca. 18 Minuten. Gieße sie aber 1-2 Minuten vor Ende der Kochzeit ab, sie sollten noch richtig gut al dente sein.

Die Zwiebelwürfel brätst du bei mittlerer Hitze im Butterschmalz an, bei aufgelegtem Deckel. Sie sollten hell bleiben. Wenn sie anfangen glasig zu werden, gibst du die Karottenstücke dazu und brätst die Mischung weiter bei aufgelegtem Deckel. Wenn die Karotten anfangen zu duften und nicht mehr ganz roh sind, aber auch noch nicht weich, gibst du die Zucchini dazu und brätst alles weiter bei – richtig! – aufgelegtem Deckel. Wenn die Zucchini anfangen, weich zu werden, salze die Gemüsemischung und würze sie mit Zitronensaft. Nicht mit dem ganzen auf einmal, sondern nach und nach, je nach Geschmack. Gib nun die Aprikosenstücke dazu, lass sie ein paar Minuten mitschmoren, und gib dann das Tomatenmark hinzu, verrühre es, so gut es geht und lasse alles noch ein bisschen bei aufgelegtem Deckel weiterschmoren.

Wenn die Mischung schön durchgeschmort ist, aber das Gemüse noch etwas Biss hat, kannst du die gekochten Muschelnudeln zum Gemüse geben und alles verrühren. Ich lege dann nochmal den Deckel drauf und lasse es ein paar Minuten leise köcheln, damit die Nudeln sich mit dem Gemüse vermischen. Die Mozzarella-Kugel drücke ich etwas mit der Hand aus und schneide sie in Würfel. Am Ende schöpfe ich die Muschelnudeln mit Gemüse auf einen Teller, verteile etwas Mozzarella darüber und beträufle das alles mit etwas Olivenöl. Dann kommt noch etwas frisch gemahlener Pfeffer drüber, und fertig ist die Herrlichkeit.

Das ist erstens mal viel hammerleckerererererer als Mac’n Cheese und zweitens viel gesünder und drittens kreativer. Das Besondere daran ist aus meiner Sicht das süß-säuerliche Aroma der Aprikose und ihre schöne fleischige Konsistenz in Verbindung mit dem frischen Geschmack des Mozzarella und dem zitronigen, sommerlichen Geschmack meines Lieblings-Olivenöls. Ein ganz neuer Geschmack, herzhaft und süß und frisch, wie bei 25 Grad am Mittelmeer! Da kann’s draußen hundertmal Minusgrade haben und der Nordwind unter sämtliche Kleidungsschichten und Fensterfugen kriechen. Hah!

Übrigens: ich schreibe glaube ich all diese Rezepte gar nicht auf, damit sie jemand nachkocht, wobei ihr das supergerne tun dürft, ich freue mich riesig darüber! Aber ich finde, es geht gar nicht darum, nach einem Rezept zu kochen, weil ich das fast nie tue, sondern mit ein paar Zutaten anzufangen, und dann immer wieder zwischendurch probieren, was noch dazupassen könnte. Ich glaube, ich will euch einfach dazu inspirieren, auch so geile Gerichte zu zaubern. Habt Spaß beim Kochen!

——

*Maccaroni and Cheese; d.h. Röhrchennudeln mit Käsesoße überbacken

** italienisch, weil fast alle gute Pastagerichte italienisch sind, gell? Und marokkanisch wegen der Aprikosen und dem Sommer und weil zwei Freundinnen von mir dort waren. Hach!

*** Heute habe ich’s aber mit den Sternchen, ne? Natürlich kannst du auch Öl statt Butterschmalz nehmen, aber ich finde, dass der Schmalz das Gemüse langsamer und intensiver brät und einen schönen Buttergeschmack abgibt.

Niedersachsen kulinarisch


Nun wohne ich mittlerweile fast seit vier Monaten in Niedersachsen, und obwohl es nur 3:40 Stunden mit dem ICE von zuhause entfernt ist, komme ich mir manchmal wie im Urlaub vor. Denn es gibt so viel zu entdecken!

Meine neueste Entdeckung: Grünkohl! Den gibt es hier auf dem Markt säckeweise. Ich hatte den vor Jahren mal aus einem Glas probiert, aber wie das oft ist bei Gemüse aus dem Glas: es schmeckt nach Einlegeflüssigkeit und sonst nach nicht viel.

Eine einheimische Kommilitonin hat mich auf die Idee gebracht, tiefgefrorenen Grünkohl zu verwenden. Den gibt’s hier bei jedem Discounter, jedoch ist der mit Schweineschmalz zubereitet. Aber im Bioladen – von was träume ich: hier in Hildesheim gibt es nur EINEN Bioladen, und der ist in gerade mal zwanzig Minuten mit dem Bus zu erreichen, ich ging also in ein Reformhaus, die es wie Sand am Meer gibt. Dort fand ich tiefgefrorenen Grünkohl in Demeter-Qualität, nur Grünkohl und sonst nichts, dafür aber schön fein gehäckselt. Und ich sag nur: Grünkohl – du bist mein neuer bester Freund.

Gestern war Premiere, Grünkohl zusammen mit Pellkartoffeln und Butter. Wahnsinn!!! Das beste, was ich seit dem genialen 6-Gänge-Menü zu Silvester gegessen habe. Ich finde, Grünkohl schmeckt sehr schön erdig und angenehm nach Gras (dem auf der Wiese), viel herzhafter als z.B. Spinat und hat eine schöne stückige Konsistenz, weder glibberig noch matschig noch sonst etwas Komisches (haha!).

Und das Ganze ging echt einfach: ich habe Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne leicht angebraten, dann die Packung TK-Grünkohl (450 gr) in die Pfanne getan, kurz auftauen lassen und dann mit etwas heißem Wasser gekocht, alles bei aufgelegtem Deckel. Ein Kilo festkochende Bio-Kartoffeln habe ich mit Schale in einem anderen Topf gekocht. Die gekochten Kartoffeln dann geschält, in Achtel geschnitten und zu den Kartoffeln etwas Butter gegessen, ebenso wie den Grünkohl. Es war so einfach und perfekt, ich war hin und weg!

Das Ganze reicht für 2 ordentliche Portionen.

Heute habe ich versucht, den restlichen Grünkohl zu Fertig-Käsetortellini zu essen. War nicht so doll. Es liegt glaube ich daran, dass die Tortellini so intensiv schmecken, weil sie mit Analog-Käse und allen möglichen Aromastoffen zugebombt sind. Deswegen war die Variante mit Pellkartoffeln so viel besser, weil beide einen feinen Eigengeschmack haben und keiner geiler sein will als der andere. So.

Habt ihr schonmal Grünkohl probiert? Auf der Tafel mancher Restaurants hier steht übrigens manchmal „Kohl und Pinkel“, oder auch „Braunkohl mit Wurst“, beides sehr befremdlich für mich 🙂 Aber Pinkel ist einfach eine Wurst (sehr naheliegend, gell!), und Braunkohl ist keine Braunkohle.

So langsam komme ich also an 🙂 Gleich zu Beginn ist mir aufgefallen, dass es in Bäckereien viel Hefeteiggebäck gibt. Also Rosinenbrötchen, Schokobrötchen, dann noch so Blechkuchen, der ein einziger Hefeteig, bestrichen mit Butter und Zucker, ist.

Und kürzlich war ich in der Becks-Kneipe in Bremen. Also da, wo das Becks herkommt. DAS Becks. Bremen ist zwar nicht Niedersachsen, aber davon umgeben sozusagen. Becks mochte ich noch nie – das grüne ist mir zu herb und das goldene zu süß, das Lemon ist mit Süßstoff versetzt – also bestellte ich mir ein Staropramen. Das ist ein tschechisches Bier, aber ich habe es in Hildesheim zum ersten Mal entdeckt.

cheers und Mahlzeit!

eure Niedersächsin

Jahresrückblick 2012


Hey Ihr Lieben,

bei AlexamAlex habe ich diesen Fragebogen für den Jahresrückblick gefunden, danke für die Inspiration.

Zugenommen oder abgenommen?

Weder noch. Ich habe seit Jahren mein Wohlfühlgewicht und genau die richtige Menge Hüftgold.

Haare länger oder kürzer?

Länger. Sie bekommen aber am 5. Januar einen neuen Schnitt von einer neuen Frisuerin. Ich habe eben sehr feine Haare, da sieht es ab einer gewissen Länge einfach nur platt aus.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Konnte noch nie kurzssichtig von weitsichtig unterscheiden 🙂

Mehr Kohle oder weniger?

Weniger, da ich anfange zu studieren. Ich kann aber mehr mit der wenigen Kohle anfangen, da die Mieten in Hildesheim niedrig sind. Ich kann ganz Niedersachsen bereisen dank tollem Studiticket.

Der hirnrissigste Plan?

Mich bei Gay-Parship anzumelden. War ja ganz nett und ich finde es schön, die K dort kennengelernt zu haben, aber es ist ein komisches, unromantisches Geschäftsmodell.

Die gefährlichste Unternehmung?

Küstenwanderung in Cornwall bei Nebel, Regen, Hitze, Wind. Aber auch sehr geil.

Mehr Sport oder weniger?

Zuerst mehr, da ich bei Wind und Wetter und Schnee und Hitze und allem gewalkt bin. Durch Verlagerung des Hauptwohnsitzes kann ich leider nicht mehr mit meiner Lieblingsgruppe walken. Außer jeden Tag in den 4. Stock Altbau klettern geht leider kaum Sport.

Die teuerste Anschaffung?

Ein Sofa vom Trödel.

Das leckerste Essen?

Hui, das kommt vielleicht morgen in Form eines sechsgängigen, vegetarischen Silvestermenüs. Und dann gibt es so viele leckere selbstgekochte Essen, an die ich mich ob ihrer Häufigkeit nicht mehr erinnern kann. Hightlights sind immer, wenn ich mit anderen Menschen zusammen esse, wie z.B. vorgestern mit zwei lieben Freundinnen eine einfache Bohnensuppe mit Kartoffeln, Zwiebeln, Nudeln und Broccoli.

Das beeindruckenste Buch?

Paradise von der guten A.L. Kennedy, das ich anlässlich eines Referats wieder angelesen und gemerkt habe, dass ich gerne so intensiv, furchtlos und ehrlich wie sie schreiben möchte. Auch sehr geil war Die Schatten des Windes von Zafon.

Das enttäuschendste Buch?

Gibt es in dem Sinne nicht, da ich Bücher, die mich nicht ansprechen, nach dem ersten Satz, spätestens aber nach dem ersten Kapitel zur Seite lege.

Der ergreifendste Film?

Oh je, ich vergesse immer, welche Filme ich geschaut habe. Hm, „Fremde Haut“ fand ich sehr klasse und ergreifend. Ist ja schon etwas alt, hat aber die beste Sexszene zwischen zwei Frauen, die ich kenne. Beste im Sinne von: ich kann die Anziehung zwischen den beiden Frauen förmlich spüren, es steht etwas auf dem Spiel, es ist schön gefilmt.

Der beste Theaterbesuch?

Das Ballett Fräulein von S. im Staatstheater Stuttgart

Die beste Musik?

Russische Pop- und Rockmusik, gerne aus den 90ern oder 80ern und vermischt mit internationalen Hits von Dr. Alban und Captain Hollywood. Zu finden auf diversen russischen Radiosendern, z.B. diesem hier für Pop und dem hier für Rock. Auch bei Radio Aktiv Hameln gibt es sonntags von 18-20 Uhr aktuelle russische Musik bei „Russian City“.

Und die jüngste tolle Entdeckung ist die Best-of-CD von Joan Armatrading, die mir eine liebe Freundin geliehen hat.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Arbeiten, Pendeln, dann ab Oktober: Schreiben, übers Schreiben schreiben, übers Schreiben nachdenken, reden, Referate halten. Yeah.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?

Oh, das ist nicht gerecht, da eine herauszupicken. Mit meinen lieben Freundinnen, meiner Familie, meinen neuen Kommilitonen, meiner Walking-Gruppe, mit mir selbst, mit fremden Frauen im Urlaub (nicht, was ihr denkt: alles platonisch!)

Vorherrschendes Gefühl 2012?

Yeah. Krass.

2012 zum ersten Mal getan?

Nach Schottland geflogen und süchtig geworden. Nach Cornwall gereist und ebenfalls süchtig geworden. Einen Steinkreis begangen.

2012 nach langer Zeit wieder getan?

Den überwiegenden Teil meiner Zeit dem Schreiben widmen. Eine WG aufmachen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Gar nix.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Mach ’ne Therapie.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Ich glaube, der Samen für Trichterwinde an M.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Mich auf die Steinkreise in Cornwall hinweisen. Mich in der ersten Woche in Hildesheim beherbergen, obwohl sie mich kaum kannte.

Die schönste neue Bekanntschaft, die ich gemacht habe?

K. und S. und A. vom Studium. Endlich mal einen Abend mit M. und A. verbringen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

und ja, ich finde es immer toll, wenn man solch mutige entscheidungen trifft
und etwas macht, was man irgendwie richtig für sich findet, was aber
unsicherheiten mit sich bringt und das, obwohl man doch endlich
sicherheiten hat. weil: wann, wenn nicht jetzt? und aus unsicherheiten
können ja wieder sicherheiten werden.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

wenn ich das wüsste.

2012 war mit einem Wort…?

Whow.

Danke an alle, die dazu beigetragen haben!!! Rutscht alle gut, sicher, elegant und achtsam rüber und habt ein tolles, neues Jahr!

cheers & hugs,

fraulinde

Freude heute


  • wechselhaftes Wetter wie in England mit Regen, der die Landschaft so grün macht.
  • mein Passwort für die elektronische Steuererklärung wieder finden. Ich hatte tatsächlich versehentlich das Blatt mit dem Passwort zerrissen (manchmal überkommt mich nach einer erfolgreich abgeschlossenen Aufgabe die Zerreißeritis), und da ich mir ausnahmsweise ein besonders gutes Passwort ausgedacht hatte, hätte ich fast die ganze Steuererklärung nochmal machen können. Aber ich habe einfach die tausend Schnipsel im Altpapier durchsucht und nach ungefähr der Hälfte war er da.
  • Caprese mit Bio-Mozzarella, selbstgeernteten Tomaten, Rosmarin und lesbischem Olivenöl. Yeah.
  • Und auch das Abendessen war freuenswert: ein Ratatouille mit Nudeln und Fave-Bohnen. Das Gemüse habe ich auf zwei Mal angebraten: die Paprika und die Zucchini zusammen, und dann die Aubergine und eine Zwiebel zusammen. So kommt der Geschmack der Gemüse besser heraus. Verfeinert habe ich das Ganze mit getrocknetem Bohnenkraut, Kurkuma und Kreuzkümmel, in der Hoffnung, dass ich meine Kollegen morgen zum 1. Arbeitstag nach dem Urlaub von Winden verschone. (neue Erkenntnis: Das Essen war nicht nur wegen meiner Kochkünste lecker, sondern weil ich mir viel Zeit beim Zubereiten gelassen habe. Und was auch zum Genuss beiträgt, ist, nebenher keine Zeitschrift zu lesen oder sich sonst irgendwie abzulenken. Dann kann ich mich voll auf die Geschmacksnoten und die Konsistenz konzentrieren. Nette Gesellschaft beim Essen ist aus meiner Erfahrung ebenfalls geschmacksverbessernd.)
  • dass mein Urlaub so lang und so schön war.

Freude heute


  • dass ich noch Urlaub habe
  • Russischen Zupfkuchen und Emma lesen in meinem Lieblingscafé. Ich bin da so selten, weil es abseits meiner üblichen Routen liegt.
  • mit Freundin M telefonieren, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe.
  • M abends treffen, später mit Freundin, und mit ihnen über Feminismus, Sex, Urlaub, Literatur, selbstgebastelte Ohrringe  und den neuen Kellner schwätzen. Kann man bei einem Roman noch von einem Erzähler sprechen, oder nur noch von Stimme, Fokalisierung, Ton, Point of View? Ist Sex zwischen einer lesbischen und einer bis dato heterosexuellen Frau Heterosex? Ist es ungerecht, wenn der Mann Elternzeit nimmt und eine Putzfrau eingestellt wird, wenn die Frau während der Elternzeit das Putzen miterledigt hat? Kommt etwa sprudelndes Wasser aus dem Hahn der Kneipe, oder warum bringt der Kellner ungefragt Sprudel zum Wein? Und warum ist meine Lieblingskellnerin heute für die Küche eingeteilt?
  • meine Chino-Hose tragen
  • endlich mal Wolken am Himmel und ein hohes Niederschlagsrisiko (88%, juhu!)
  • Regentropfen auf der Haut