lesbische Sexszenen


In meinem Roman gibt es im ersten Kapitel eine Sexszene zwischen zwei Frauen. Mein Hildesheimer Mentor und andere sagen, dass Sexszenen schwierig zu schreiben sind, als wäre das ein Grund, sich gar nicht daran zu versuchen.

Was ist eigentlich eine gute Sexszene oder eine gute erotische Kurzgeschichte? fraulinde findet: sie soll Intimität darstellen. Sie soll ein bisschen scharf sein. Sie soll lebendig wirken. Es soll die Vertrautheit der beiden Figuren rüberkommen. Vielleicht ist auch eine der Figuren gehemmt und / oder denkt, Sex mit einer Frau ist etwas Schlimmes und Dreckiges. Vielleicht kommen die Spannung einer Figur oder Beziehung rüber.

Ich habe deshalb mal geschaut, wie andere Menschen lesbischen Sex darstellen. Ich fand in meiner Stadtbibliothek Bisse und Küsse. Das sind Sammlungen lesbischer Erotikgeschichten von verschiedenen Autorinnen. Nachdem ich ungefähr zehn Geschichten gelesen habe, möchte ich mich gerne vor Judith Hüller verneigen („Babysitterboogie“ in Bisse und Küsse Nr. 4). Wer sie jetzt googelt, findet Diddl-Bücher unter ihrem Namen, wobei ich hoffe, dass sie weiterhin Erotik schreibt! (über entsprechende Hinweise freut sich fraulinde)

Folgende Merkmale haben Frau Hüllers Text zu einer grandiosen Sexgeschichte gemacht:

  • die Ich-Erzählerin (=Hauptfigur) hat eine eigene, markante Stimme, was dazu führt, dass man sie sich gut vorstellen kann.
  • um die Ich-Erzählerin herum gibt es noch zwei Nebenfiguren, die interessante Eigenschaften haben, aber nicht zuviel Raum einnehmen. Die Art, wie die Hauptfigur von ihnen erzählt, gibt Aufschluss über den Charakter der Hauptfigur und ihre Situation. Dass sie wenig Geld hat, notgeil ist, sich als Checkerin fühlt und sich immer wieder mit ihrem Mitbewohner kabbelt.
  • es gibt einen Handlungsstrang, so gut wie keine Rückblende, kein Wechsel der Erzählperspektive, sondern die Erzählung steuert auf den Sexakt zu. Finde ich wunderbar. Ich betone den einen Handlungsstrang so sehr, weil es in Bisse und Küsse Erzählungen mit mehreren Erzählperspektiven und Handlungssträngen gibt und ich das bei kurzen Texten einfach zu viel finde. Sagen wir so: ich will mich genüsslich der Sexszene nähern und nicht mehrmals nachlesen, wer jetzt wer ist und wer gerade erzählt und so. Wenn ich komplizierte Konstellationen will, lese ich „Anna Karenina“.
  • Der Sex wird weder verklärt noch romantisiert, sondern hat Hitze, Animalität, Spannung, ein bisschen Schwärmerei.
  • In der Erzählung wird ein schöner Gegensatz geschaffen zum Sex, nämlich das Babysitten. Ich glaube, dadurch, dass die beiden erst das Baby versorgen und ins Bett bringen und das eben so mütterlich, fürsorglich und unschuldig ist, wirkt die Erotik stärker.
  • Die Erzählung findet es ok, dass sie wahrscheinlich einhändig gelesen wird und versucht nicht, durch komplizierte Strukturen hochliterarisch zu wirken. Hochliterarisch kann nämlich superabtörnend wirken.

Dies ist mein Geschmack bezüglich Erotik und Literatur. Wie ist eurer? Klassisch, experimentell, schörkellos, abgefahren, romantisch, deftig, irgendwelche bestimmten Themen…?

Ich bin wochenlang richtiggehend an der Liebesszene in meinem Roman verzweifelt und finde erst jetzt, dass ich sie halbwegs so lassen kann. Ich denke dann: ist das normal? Sollte ich nicht lieber beruflich etwas anderes machen? Etwas, bei dem ich pro Tag mehr als drei gescheite Sätze hinkriege?

Mich törnt Schreiben über Sex meistens auch an, weil ich mir die Szene ja vorstelle. Es ist also nicht nur aus dem Fenster starren, Worte wie bei einem Zauberwürfel hin- und herdrehen, sinnieren, Sätze löschen etc..

Für weitere Inspirationen werde ich „Salz auf unserer Haut“ noch einmal lesen, danke für den Tipp, Ms Heaven! Wer noch nicht an meiner Umfrage zu lesbischem Sex in Literatur teilgenommen hat, darf dies hier gerne nachholen.

Suchbegriffe aus dem Bereich des Kochens und des öhm, Sexes oder muss es des Sex‘ heißen, Frage an die Germanistinnen


Immer wieder spaßig ist, anhand welcher Suchbegriffe Menschen auf meinem Blog landen. Die Top-Suchbegriffe des letzten Jahres sind, tatatataaaaaa:

 

eingelegtes gemüse 209
country potatoes selber machen 128
country potatoes 120
sex zwischen frauen 104
kiew 89
frühlingsrollen vegetarisch 85
tomaten trocknen 84
gran canaria sex 82
sex auf gran canaria 75
mangold lasagne 74
sex gran canaria 69
lesbischer sex 60
sex mit zwei frauen 58
küchenquatsch 50
gebackene karotten 49
mürbteigrezept 48
gebratene auberginen 47
heterosex 46
sex zwischen zwei frauen 32

Das kulinarische Interesse überwiegt, was mich sehr freut, und mit kulinarisch meine ich das Verzehr von Gemüse und spare mir doppeldeutige Kalauer. Ich gebe auch lieber Tipps zur Zubereitung von Kartoffeln als zum, öhm, Sex (das stimmt jetzt aber so, gell?).

Auf jeden Fall habe ich mich an die meisten Suchbegriffe gewöhnt. Aber über manche wundere ich mich. Heute kam jemand mit dem Suchbegriff „lesbische Sexualpraxis“ auf meinen Blog. Keine Ahnung, wo der Begriff Sexualpraxis in meinem Blog auftaucht, also habe ich diesen Begriff gegoogelt. Bevor mein Blog als Treffer angezeigt wurde, erschienen natürlich ganz viele Seiten, die Lesben-Pornos versprechen und die ich ignorierte.

Zwischendrin fand ich eine Seite, die Positionen für lesbischen Sex erklärt (oder Positionen des lesbischen Sexes? Scheiß-Genitiv).

Und zwar anhand von Barbies.

Und mit trockenem britischen Humor.

Das ist doch was für die Mittagspause. Check it out!

Prüfung auf Hildesheimerisch


Also irgendwie bin ja schon etwas gespalten, was mein Romanprojekt betrifft. Es thematisiert die Situation lesbischer Frauen in Russland.

Einerseits ist dieses Projekt für mich ein bisschen wie eine Regenbogenflagge. Es bringt Menschen auf den Gedanken, dass ich vielleicht selbst Frauen lieben könnte. Das finde ich einen schönen Nebenaspekt. Vor meinem Studium in Hildesheim habe ich 1,5 Jahre lang an einer Hochschule gearbeitet, ohne dass mich einmal jemand nach meinem Beziehungsstatus gefragt hat. Als ich mich dann für das Studium hier beworben und den Kolleginnen erzählt habe, dass ich an einem Roman schreibe, kam die Frage: worum geht’s denn in deinem Roman. Und meine Antwort, dass es um eine lesbische Beziehung in Russland geht, bedeutet, dass ich etwas Persönliches von mir erzähle und damit Offenheit schaffe.

Mir ist es aber andererseits auch unangenehm, über meine lesbischen Figuren hier zu reden. Vor allem mit ausgewachsenen Professoren. Irgendwie hat das alles mit der Aufnahmeprüfung für das Masterstudium Literarisches Schreiben angefangen. Ich bin einmal quer durch Deutschland für ein 15-minütiges Gespräch gereist, wurde dabei supernett von einer höheren Masterstudentin beherbergt, zur Prüfung gefahren, hab mich danach mit einer zukünftigen Kommilitoninnen unterhalten und mich bei allem einfach sauwohl gefühlt.

In der für die Bewerbung eingereichten Arbeitsprobe gibt es auf der 3. Seite eine Sexszene zwischen zwei Frauen. Sie ist wichtig für die Handlung. Ich schreibe gerne Sexszenen, rede aber nicht gerne über sie. Aber der Professor, der das Prüfungsgespräch führte, fragte mich, nachdem ich die Handlung meines Romans kurz erzählt hatte: „Könnten Sie sich vorstellen, einen erotischen Roman zu schreiben?“

Ich hatte wohl ein deutliches Fragezeichen im Gesicht und ein zweiter Professor warf sofort ein: „Keine Sorge, das fragt er (der fragende Professor) jeden.“

Und der fragende Professor so weiter: „Weil ja dieser Engländer mit seinem erotischen Roman gerade nen Haufen Geld verdient“ (er meinte die amerikanische Autorin von 50 Shades of Gray).

Ich fand das eigentlich voll unter der Gürtellinie, mich so etwas zu fragen, denn ich dachte sofort: „Hättest du gerne, hm, einen erotischen Roman mit zwei Lesben, das könnte dir so passen.“ Er hat irgendwie so voll das Klischee bedient, dass Männer gerne zwei Frauen beim Sex zusehen würden.

Ich habe mich so mutig und entspannt in dieser Situation gefühlt, dass ich diese Frage beantworten wollte: „Ich will einen Roman schreiben, in dem die Sexszenen von der Handlung her motiviert sind, bei einem erotischen Roman blättern die Leute ja meistens zur nächsten Sexszene vor und der Rest interessiert gar nicht.“

Und obwohl ich so stolz auf mich war, habe ich seitdem ein komisches Gefühl bei dem Professor. Ich denke immer noch, dass er denkt, ich schreibe Sexszenen mit zwei Lesben. Jedes Mal, wenn er mich sieht, denkt er: die mit den lesbischen Sexszenen. Das ist mir total unangenehm und peinlich. Weil ich nicht einfach die Regenbogenflagge ablegen kann.

Ich finde gut geschriebene Sexszenen schwierig und gleichzeitig so wichtig. Es ist eigentlich mutig, dass ich das in meinen Text packe und auch noch in die Arbeitsprobe. Klar, dass ich darauf angesprochen werde. Aber vielleicht haben die auch gedacht, ich übertreibe.

Ich finde, Sex ist so etwas Wichtiges, Schönes und Natürliches, er wird so aufgebauscht und überzeichnet. In meinem Leben ist er nicht im Überfluss vorhanden, und vielleicht ist das Schreiben über Sex auch eine Art, Sex zu erleben. Es trauen sich so wenige Autoren an Sexszenen ran, weil es auch einfach scheiße und billig wirken kann.

Der Professor, der in der Prüfung den anderen Professor bremsen wollte, ist jetzt mein Mentor. Er spricht nicht wirklich über die „Stellen“ in meinem Manuskript. Er gibt mir alle möglichen Tipps, was ich alles mal ausprobieren kann, nur um mit mir nicht über die Sexszene zu reden. Vielleicht findet er sie auch schlecht und traut sich nicht, zu sagen, sie funktioniert im Text nicht, weil ich dann ja sagen könnte: „Woher willst du denn wissen, ich habe schließlich selbst lesbischen Sex“.

Das ist halt die Sache mit dem Schreiben: es fällt immer auf mich zurück. Wenn ich über Männer schreiben würde, käme wahrscheinlich mein Männerbild durch. Wenn ich über Katzen schreiben würde, könnten die aufgrund meines Katzenbildes auch alles mögliche in mich hineinlesen. Ich fühle mich hier ein bisschen durchsichtig. Trotz vier Schichten Klamotten.

Glückwunsch Obama, auch fraulinde bittet zur Wahl


So, liebe Leserinnen und Leser, liebe Follower und liebe Menschen, die versehentlich auf meinem Blog gelandet sind,

ich bräuchte da mal Eure Hilfe. Es ist ja so, dass ich im Rahmen meines Studiums Literarisches Schreiben an der Uni Hildesheim an einem Roman arbeite. In diesem Roman geht es um eine lesbische Liebesbeziehung in Russland, Hauptfiguren sind zwei russische Lesben (oh je, bin mal gespannt, wie viele Klicks ich jetzt aufgrund der Worte russische Lesben bekomme, aber diese Klicker, die vielleicht erotische Fotos erwarten, dürfen auch gleich mitmachen.) Im Moment ist es so, dass die beiden Hauptfiguren auf Seite 3 des Romans Sex haben. Daran ist eindeutig mein früherer Schreibprofessor schuld, der mir einmal zu einer Kurzgeschichte geraten hat: „you need to bring them together by page 2“. Das habe ich verinnerlicht.

Ich bin mir gerade unsicher, wie viel Sex ich in meinem Roman haben soll, wie ausführlich er dargestellt sein soll etc. Und da ihr immer so tolle, kluge Kommentare schreibt, dachte ich mir, ich hau euch mal um eure Meinung dazu an. Bitte geht zur Wahl und beantwortet die fünf Fragen weiter unten, egal ob ihr lesbisch, schwul, hetero, bi, trans, eine Kombination davon oder weder noch seid. Ich sehe nicht, welche/r BesucherIn wie gevotet hat, nur die Ergebnisse! Wer keine Lust auf Multiple Choice hat, darf gerne einen Kommentar oder eine Mail an toronto98@web.de schreiben.

Los geht’s.

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Mensch, das macht ja richtig Spaß, und damit das hier auch etwas mehr wie eine wissenschaftliche Umfrage rüberkommt, hier noch zwei Fragen zum Zwecke der Statistik:

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Ganz lieben Dank fürs Mitmachen, extra big hugs von fraulinde aus Hildesheim und habt noch einen phänomenalen Tag.

cheers!

fraulinde

Hetero-Sex zwischen zwei Frauen


Die Frage ist:  “Ist Sex zwischen einer lesbischen und einer bis dato heterosexuellen Frau Heterosex?”

Der / die Küchenquatsch-Lesende H kommentierte auf die oben gestellte Frage:

Je nach Definition – wenn man es sich leicht macht, und Heterosex als “Sex zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechtes” definiert, dann: eindeutig nein. Sex zwischen zwei Frauen ist lesbischer Sex.
Es sei denn, eine von ihnen ist präoperative Transgender und ist eigentlich ein Mann, aber phänotypisch weiblich. Wenn man DAS dann weiterspinnt, könnten auch zwei präoperative Transmänner schwulen Sex haben, der ziemlich lesbisch aussähe. :D

Stimmt, so sind wirklich alle möglichen Kombinationen denkbar. Eine Bekannte / ein Bekannter von mir ist auch phänotypisch weiblich, aber ein Mann, weiß das aber erst seit ein paar Monaten. Dann hatte er mit seiner Ex-Freundin demzufolge zuerst viele Jahre lang lesbischen Sex, und dann seit ein paar Monaten Hetero-Sex. Und dass ihn die Freundin wegen eines als Mann geborenen Mannes verlassen hat, ist besonders bitter.

Im Urlaub erzählte uns eine Frau abends im Pub, dass sie sich schon wieder auf lesbischen Sex freut, denn mit der letzten Frau hatte sie Heterosex.

Ich stutze und nahm einen Schluck von meinem Lieblings-Lager. Die Frau redete von Heterosex zwischen zwei als Frau geborenen Frauen. Sie überlegte lange, als ich sie fragte, was sie damit meinte. „Hetero-Frauen sind im Bett…“ Sie überlegte weiter.

Ich kann das nicht beurteilen, denn ich hatte noch nie Sex mit einer Hetero-Frau.

Sie überlegte immer noch. Irgendwann schlug ich vor: „passiv?“

Sie meinte, dass Heterofrauen beim Sex mit Männern eben sicherstellen wollen, dass sie auf ihre Kosten kommen. Und das tun sie dann auch beim Sex mit Frauen. Es sei nicht so ein – und dabei umfasste sie ihre beiden Hände und rieb sie aneinander. Diese Handbewegung fand ich voll schön und ich habe ich so interpretiert, dass lesbischer Sex ihrer Ansicht nach ein Fließen ist, von Intuition und Leidenschaft gesteuert, nicht von „ich muss aber auch auf meine Kosten kommen, bevor du hier deinen Orgasmus hast und mir einschläfst“ oder von „zuerst kommst du, dann ich und dann wieder du, …“. Aber ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe.

Soweit zwei Meinungen zu Hetero-Sex zwischen zwei Frauen. Welche habt ihr?

Freude heute


  • Besuch bei meiner Mama, durch den wild wuchernden Garten spazieren, Tomaten und Paprika ernten, frisch gebackenen Hefezopf und eigene neue Kartoffeln aus dem Backofen essen, zuhören.
  • schwarze Halbschuhe finden, die bequem sind und ganz gut aussehen. Ich wohne ja in Stuttgart mit ca. 22 Millionen Schuhläden, aber beim Schuhekaufen schwöre ich auf das Schuhgeschäft nahe meines Heimatdorfes. Die haben eine große Auswahl an „Bequem-Schuhen“ und ich fühle mich da manchmal frühzeitig gealtert. Dafür haben sie genug, aber nicht zuviel Auswahl in Größe 43, so dass ich maximal 8 Paar Schuhe anprobieren muss. Auch finde ich es angenehm, dass mir die Verkäuferin beim In-den-Schuh-Schlüpfen hilft, selbst wenn ich noch alleine schaffen würde. Bequeme Schuhe – herrlich!
  • ein kostenloses Virenprogramm finden, das auf Windows 2000 läuft und meinen fast 9 Jahre alten Rechner nicht komplett lahmlegt.
  • meine Chino-Hose tragen (ist jetzt zum 3. Mal dabei, bitte nicht mehr wählen)
  • Lesben-Pornos gucken, und zwar solche, bei denen ich Anregungen für die eigene Praxis bekomme (hier schon einmal ein großes NEIN an alle, die aufgrund dieses Begriffs hier landen. Hier gibt’s keine Lesbenpornos zum Gucken, und ich sag auch nicht, wo ich meine finde, aber du darfst gerne den restlichen Blog lesen)
  • sehen, dass sie am Stuttgarter Hauptbahnhof die Scheiben aus den Gleisdächern genommen haben und meine Fotos davon nun endgültig historisch sind (naja, nur halbe Freude).

Und was sind eure Top 6 (oder 3, oder 5, oder 10) heute?

Freude heute


  • dass ich noch Urlaub habe
  • Russischen Zupfkuchen und Emma lesen in meinem Lieblingscafé. Ich bin da so selten, weil es abseits meiner üblichen Routen liegt.
  • mit Freundin M telefonieren, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe.
  • M abends treffen, später mit Freundin, und mit ihnen über Feminismus, Sex, Urlaub, Literatur, selbstgebastelte Ohrringe  und den neuen Kellner schwätzen. Kann man bei einem Roman noch von einem Erzähler sprechen, oder nur noch von Stimme, Fokalisierung, Ton, Point of View? Ist Sex zwischen einer lesbischen und einer bis dato heterosexuellen Frau Heterosex? Ist es ungerecht, wenn der Mann Elternzeit nimmt und eine Putzfrau eingestellt wird, wenn die Frau während der Elternzeit das Putzen miterledigt hat? Kommt etwa sprudelndes Wasser aus dem Hahn der Kneipe, oder warum bringt der Kellner ungefragt Sprudel zum Wein? Und warum ist meine Lieblingskellnerin heute für die Küche eingeteilt?
  • meine Chino-Hose tragen
  • endlich mal Wolken am Himmel und ein hohes Niederschlagsrisiko (88%, juhu!)
  • Regentropfen auf der Haut