Sauer macht lustig: Quitten-Träuble-Marmelade


Ich häng noch ein bisschen an dieser einen Frau und knabbere an dem Korb, den sie mir im Juli gegeben hat. Zwischendurch hat sie mir Apfelgelee geschenkt. Sie ist ein wirklich lieber Mensch mit einem riesengroßen Herzen, aber ich mag das Apfelgelee nicht. Es schmeckt fad und hat eine blasse Farbe. Sie mag dafür meine Marmelade nicht, weil da verschiedene Früchte zusammengemischt sind. Wegen ihr und der Tatsache, dass bei der samstäglichen Runde durch die Stadt an zwei Stellen der Radweg so blöd zugeparkt war, dass ich absteigen musste, hatte ich vorher einen ziemlichen Hals.

Und was bietet sich da an? Mischmasch-Marmelade in einer geilen Farbe zu kochen. Ich komme dabei wirklich nicht auf die Idee, mich an Rezepte zu halten oder daran, was gerade Saison hat, nein, wenn fraulinde ihren Marmeladenkochflash kriegt, muss daran glauben, was gerade im Bioladen und / oder auf dem Markt gut aussieht und nicht superviel kostet. So bin ich zu heutiger Kombination gekommen. Birnenquitten (sind etwas weicher als Apfelquitten) und Träuble (aka Johannisbeeren), Limette und  Zitrone. Die alle haben sich auf der Obstwiese nie gesehen, kommen aber in fraulindes Marmelade aufs Herrlichste miteinander klar.

Ich nehme:

  • 780 gr Birnenquitten (mit Schale und Gehäuse und allem drum und dran gewogen)
  • 500 gr Träuble
  • Saft einer Bio-Limette
  • Saft einer halben Bio-Zitrone
  • 500 gr Bio-Gelierzucker 2:1 (ich nehme meistens den von Neuform, gibt’s im Reformhaus)
  • Evt. 1 EL Himbeeressig

Und wer jetzt genau mitgerechnet hat, merkt, dass ich theoretisch zu viele Früchte im Verhältnis zum Gelierzucker genommen habe. 2:1 heißt 1 kg Früchte auf 500 gr Gelierzucker, und ich habe ca. 1,2 Kilo plus die Säfte. Aber Zitronen- und Limettensaft bringen nicht nur eine richtig geile Säure in die Marmelade, sie erhöhen auch die Gelierfähigkeit des Gelierzuckers. Falls die Marmelade doch mal nicht fest werden sollte, was mir bisher erst einmal passiert ist, kann man sie wunderbar zu Müsli, Eis, Mousse etc. essen, oder z.B. mit Agar Agar nachdicken.

An die Messer, fertig, los!

Die Quitten schäle ich mit einem Sparschäler; die Stellen, an die der Schäler nicht hinkommt, mit einem scharfen Messer. Ich entferne das Gehäuse und schneide die Quitten in kleine Stifte: ca. 0,5 mm breit und 1,5 mm hoch und 2 mm dick.

Ich schütte den Zucker in eine große Plastikschüssel, gebe Limonen- und Zitronensaft dazu, dann die gestiftelten Quitten und rühre alles einmal mit einem Löffel um. Die Quitte soll schonmal Saft ziehen, denn sie ist ja eine etwas härtere Frucht. In vielen Rezepten steht, man soll die Quittenstücke zuerst in Wasser kochen, aber das hab ich nicht gemacht, denn erstens mag ich stückige Marmelade, und zweitens könnte ich mir vorstellen, dass durchs Kochen in Wasser viel Geschmack verloren geht.

Ich wasche die Träuble und entferne sie von den Stilen. Ich sortiere die etwas angedatschten Träuble zum sofortigen Verzehr aus, weil die möglicherweise nicht mehr ganz frisch sind und Keime in die Marmelade bringen.

Dann gebe ich die Johannisbeeren unter die Quitten und lasse alles noch ein paar Minuten ziehen, bis sich etwas Saft gebildet hat. Anschließend schütte ich das Ganze in einen Kochtopf und erhitze es ganz langsam, ggfs. bei aufgelegtem Deckel. Es darf ruhig 20 oder 30 Minuten dauern, bis die Marmelade kocht, denn beim langsamen Kochen entfaltet sich erstens der Geschmack besser und zweitens können dabei die Quitten etwas kochen. Zwischendurch immer wieder danach schauen und umrühren

Sobald die Marmelade sprudelnd kocht, den Himbeeressig zugeben, rühren. Nach zwei oder drei Minuten (die Sprudel-Kochzeit steht auf der Gelierzuckerpackung) mache ich eine Gelierprobe auf einem Teller. Wenn dabei die Marmelade fest wird, fülle ich die Marmelade in vorbereite, heiß ausgespülte Gläser ab, drehe den Deckel fest zu und stelle die Gläser für eine halbe Stunde auf den Kopf.

Vielleicht war es das meditative Schälen oder das Johannisbeer-Zupfen oder die knallig roten Farbe, ganz sicher aber der herrlich säuerliche Geschmack der fertigen Marmelade – auf jeden Fall bin ich jetzt wieder zufrieden mit der Welt.

P.S.: Fotos folgen, sobald ich sie von meinem antiken Handy irgendwie auf meinen Laptop kriege.

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Good to be here


Ich reg mich hier schon sehr viel übers Studium auf und denke immer wieder darüber nach, es zu schmeißen. Die Sache ist nur: ich kann mich aufregen und aufregen, aber selbst wenn Kommilitonen mir zustimmen, gibt’s am Ende des Tages keine Medaille dafür. Und irgendwann habe ich keinen Bock mehr auf die ganze negative Energie. Aufregen kostet mich Kraft und macht Falten und erhöht meinen Blutdruck und so weiter. Ich bestrafe mich damit eigentlich nur selbst, weil ich mich damit selbst belaste.

Aber gestern hab ich mal gesehen, dass es doch eigentlich ziemlich geil ist. Warum?

1.) Weil ich Pfingsten mit tollen Frauen in der Natur verbracht habe. Drei Tage Paddeln machen, dass ich mich stark und stolz fühle, aber auch klein und demütig. Versuch mal in einem Kajak vorwärts zu kommen, wenn ständig Motorboote an dir vorbeifahren und Wellen verursachen und du weißt, wie sich vielleicht Staaten in der dritten Welt fühlen. Weil mir Mückenstiche irgendwann egal waren und ich so viele Süßigkeiten durcheinander gegessen habe wie schon lange nicht mehr. Ich bin davon noch schön träge, so dass ich meine Bewerbung gestern für ein Stipendium mit einer schönen Gleichmütigkeit fertiggemacht habe und dachte: ich lass das jetzt so. Es wird schon reichen.

1a) Wegen des Lieblingsfundstücks des Tages: „Wear sunscreen“ (cheers to one of the awesome canoe ladies!). Da steht unter anderem drin, dass Sorgen über die Zukunft machen ungefähr so effektiv ist wie zu versuchen, eine Algebra-Gleichung durch Kaugummi-Kauen zu lösen. Und dass mein sich Sorgen machendes Hirn die richtig krassen Sachen gar nicht voraussehen kann. Das tat mir gut.

2.) Weil ich für diese Bewerbung ein richtig fettes Gutachten von meinem Mentor bekommen habe. Der Mentor ist ein bekannter Autor – die Mutter einer Freundin ist Fan und würde ausflippen, wenn sie wüsste, dass ich ihn duze. Im Gutachten steht drin, wie toll ich mich entwickelt habe und alles ist ganz herrlich übertrieben, aber auch voller Wahrheit, und ich werde es mir an die Wand pinnen. Da sind Schreibfehler drin, der Gute kennt den Unterschied zwischen Sie und sie und Ihre und ihre nicht.

3.) Weil ich erfahren habe, dass das eine Projekt bei bei meinem vorigen Job keine Fördermittel bekommen hat. Meine dortige Chefin hatte mir vor Monaten provisorisch eine Stelle ab September in diesem Projekt angeboten, ich hatte abgelehnt aber seitdem manchmal doch gedacht: hm. hm. Aber jetzt bleibe ich erst recht hier, in Hildi.

Casey Legler


It’s official, I have a new crush, and her name’s Casey Legler. She makes me wanna run to the best hairdresser in town and have my hair cut the same way and throw away all my pink tops.

Check her out! Hier gibt’s ein Video-Interview von ihr, und hier ein paar hotte Fotos.

Gestern habe ich mich nämlich bei einer Freundin zum „Germany’s next top model“-Gucken eingeladen und auf ihrem wunderbar großen Fernseher haben wir anschließend noch red! geguckt. Darin kam ein kurzer Bericht über Frauen, die als Männermodels und Männer, die als Frauenmodels arbeiten, u.a. mit Casey Legler. Sie ist als Frau geboren und identifiziert sich auch als Frau, soweit ich das verstanden habe, arbeitet aber ausschließlich als Männermodel. Und das Schöne ist, dass sie im Anzug genauso gut aussieht wie in High Heels.

Eine wunderschöne, spannende Frau. Sie inspiriert mich gerade total. Gestern Abend lag ich im Bett und habe mir schon überlegt, welche meiner Klamotten ich noch tragen kann, wenn ich mich wie Casey style. Ich überlege schon länger, etwas mit meinen Haaren zu machen, ich will sie aber nicht einfach nur kurz schneiden. Ich glaube, wenn ich eine Typveränderung mache, dann will ich auch androgyn rüberkommen, weil ich Menschen wunderschön und spannend finde, die gleichzeitig sehr weiblich und sehr männlich wirken. Und was mir an Casey super gefällt, ist, dass sie nicht die ultracoole Butch raushängen lässt, sondern viel lacht und sich auch weich gibt.

Und klar, ich möchte andere auch nicht kopieren, ich bin ich, und Casey ist so cool, weil sie was Eigenes macht, aber ich würde riesig gerne wissen, ob ihr sie auch so hot findet!

Und an alle Lesenden, die mich auch in echt kennen: würde mir ihre Frisur stehen? Casey ist jedenfalls mein größter Crush seit Jon Bon Jovi!


Und ja, wir müssen benennen, was einen Namen hat! Danke für den Post! Das passt wunderbar zu meinem Ringen mit einer lesbischen Sexszene in meinem Roman und dem Benennen / Umschreiben von Körperteilen. Gute Wörter brauchen wir! Also TUC, poste deine Lieblingswörter! Ich finde z.B. Möse und Muschel super. Oder einfach: Sie. Ich werde aber noch weiterhirnen.
Was sind eure Lieblingswörter für Vagina, Möse, Klitoris etc.?

Wir lieben Konsens

Ein Thema, mit dem ich mich lange nicht mehr beschäftigt habe ist das Benennen von Körperteilen. Dieser Text http://anschlaege.at/feminismus/2013/01/positionswechsel-warum-das-ding-einen-namen-haben-muss/ zeigt auf, warum es wichtig ist.

Also sollte ich vielleicht mal wieder in meine Wortsammenlung reinschauen und meine liebsten hier veröffentlichen. Habt ihr daran Interesse?

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Suchbegriffe aus dem Bereich des Kochens und des öhm, Sexes oder muss es des Sex‘ heißen, Frage an die Germanistinnen


Immer wieder spaßig ist, anhand welcher Suchbegriffe Menschen auf meinem Blog landen. Die Top-Suchbegriffe des letzten Jahres sind, tatatataaaaaa:

 

eingelegtes gemüse 209
country potatoes selber machen 128
country potatoes 120
sex zwischen frauen 104
kiew 89
frühlingsrollen vegetarisch 85
tomaten trocknen 84
gran canaria sex 82
sex auf gran canaria 75
mangold lasagne 74
sex gran canaria 69
lesbischer sex 60
sex mit zwei frauen 58
küchenquatsch 50
gebackene karotten 49
mürbteigrezept 48
gebratene auberginen 47
heterosex 46
sex zwischen zwei frauen 32

Das kulinarische Interesse überwiegt, was mich sehr freut, und mit kulinarisch meine ich das Verzehr von Gemüse und spare mir doppeldeutige Kalauer. Ich gebe auch lieber Tipps zur Zubereitung von Kartoffeln als zum, öhm, Sex (das stimmt jetzt aber so, gell?).

Auf jeden Fall habe ich mich an die meisten Suchbegriffe gewöhnt. Aber über manche wundere ich mich. Heute kam jemand mit dem Suchbegriff „lesbische Sexualpraxis“ auf meinen Blog. Keine Ahnung, wo der Begriff Sexualpraxis in meinem Blog auftaucht, also habe ich diesen Begriff gegoogelt. Bevor mein Blog als Treffer angezeigt wurde, erschienen natürlich ganz viele Seiten, die Lesben-Pornos versprechen und die ich ignorierte.

Zwischendrin fand ich eine Seite, die Positionen für lesbischen Sex erklärt (oder Positionen des lesbischen Sexes? Scheiß-Genitiv).

Und zwar anhand von Barbies.

Und mit trockenem britischen Humor.

Das ist doch was für die Mittagspause. Check it out!

Schrotthandys im Literaturbetrieb


Gestern im Seminar habe ich erfahren, dass ich ein Lubit (oder so ähnlich bin). Ich sage schon einmal gleich, dass ich das Wort falsch verstanden habe und keine Ahnung habe, wie es richtig heißt.

Im Seminar ging’s unter anderem um den Literaturbetrieb und die LeserInnenn. Diese lassen sich in verschiedene Segmente fassen, was uns der Dozent am Beispiel des Smartphones erklärt hat.

  • Die Innovatoren erfinden das Smartphone.
  • Dann kommt die Avantgarde, die als Multiplikator fungiert. Die Avantgarde ist also begeistert vom Smartphone und erzählt allen davon.
  • Das Smartphone kommt beim frühen Mainstream an, also denen, die vor dem Gravis Store übernachten, wenn das neue Smartphone herauskommt, obwohl sie es fünf Wochen später über Amazon bestellen können.
  • Dann breitet es sich auch auf den späten Mainstream aus. Spätestens dann wird das Smartphone zum Bestseller.
  • Und dann kommen die Lubiten-oder-so-ähnlich. Sie verweigern sich dem Neuen und greifen das Smartphone als letztes auf, und zwar genau dann, wenn es keine anderen Handys mehr gibt. Stellt euch hier ein Foto von mir vor (natürlich mit einer analogen Kamera aufgenommen, im Fotolabor entwickelt, eingescannt und hochgeladen).

Ich wusste schon lange, dass ich mir erst ein Smartphone kaufen werde, wenn es keine anderen Handys mehr gibt, und dann auch erst, wenn meine ganzen anderen gebrauchten Handys kaputt sind. Aber es ist toll, einen – wenn auch falsch verstandenen –  Namen für dieses Phänomen zu haben. Meine Seminarkollegen kann ich zum richtigen Namen übrigens nicht befragen, denn sie haben auf ihren Zetteln gemalt, auf ihren MacBooks geklimpert, die Smartphones bedient und Haarspitzen auf Spliss kontrolliert.

Der Dozent meinte, wir sind die Innovatoren, wir Literarisches-Schreiben-Studenten. Aha. Auch das ist interessant zu wissen. Und wir müssen dann die Multiplikatoren von unserem literarischen Smartphone überzeugen. Natürlich hat er das nicht als ultimative Weisheit ausgegeben, sondern nur ein Modell, und ich nehme das mit diesem Blogartikel schon viel zu ernst. Aber kann ich wirklich eine literarische Innovatorin sein, wenn ich handymäßig eine Neuheiten-Verweigererin bin?

Mein Handy ist ein Nokia 3410 mit schwarz-weißem Display und analogen Klingeltönen. Ich habe es mir 2005 neu gekauft, da war es schon mehrere Jahre auf dem Markt. Es hat ich weiß nicht wie viele Stürze aus 1,50 m Höhe sowie zwei neuere Nokia-Modelle mit polyphonen Klingeltönen (die Halloween-Titelmelodie!!) und Kamera überlebt. Das eine ging an ein bisschen Wodka auf einer Party zugrunde nach nur einem halben Jahr gemeinsamen Weges, das andere verabschiedete sich mit einem permanenten weißen Bildschirm nach 1,5 Jahren. Also bin ich zum ersten Nokia zurückgekehrt. Eine andere Masterstudentin rief, als ich vor Seminarbeginn kürzlich mein Handy checkte, begeistert aus: „cool, auch ein Schrotthandy!“ und legte ihres, das aus der gleichen Epoche stammen dürfte, daneben. Yeah.

Meine Freunde – Multiplikatoren bzw. früher Mainstream – sagen, dass ihr i-phone super zum Surfen, für Apps, für so ziemlich alles ist, man nur nicht gescheit damit telefonieren kann. Einer ist wieder zu seinem alten Handy zurückgekehrt. Was nützt mir also ein innovativer Text, wenn ich die Zeichen nicht lesen kann (ich suche noch nach der richtigen Analogie)?

Ich denke, mein Roman wird thematisch etwas neues darstellen, aber meine Erzählweise wird klassisch sein. Ja, ich will eine Geschichte erzählen und die Menschen unterhalten und berühren, und wenn ich mich hier umsehe, habe ich Angst, dass so etwas für die anderen ein Schrotthandy ist. Dafür können Schrotthandys auch ziemlich unverwüstlich sein.

Mein Roman wird über dem Niveau eines Heftromans sein (das sind die für € 1,50 in den Bahnhofsbuchhandlungen) und sprachlich gewandter als 50 Shades of Grey ausfallen, kürzere Sätze als bei Thomas Mann, dafür eindeutigere homoerotische Tendenzen aufweisen, und ob Elke Heidenreich beim Lesen meines Romans weint oder nicht (ich finde die Frau klasse, keine Frage), ist beim Schreiben jetzt auch noch kein Kriterium.

Ich will einfach mein eigenes Ding machen, und ob ich dabei konservativ (warum hat unser lieber Dozent eigentlich nicht einfach dieses Word anstatt des komischen L-Wortes verwendet) oder innovativ oder sonstwas bin, ist mir jetzt mal egal.

Wie alt sind eure Handys? Habt ihr nun auch Lust, euch für den Master hier zu bewerben 🙂 ? Und wie ist eure Meinung zu Elke Heidenreich?

Hetero-Sex zwischen zwei Frauen


Die Frage ist:  “Ist Sex zwischen einer lesbischen und einer bis dato heterosexuellen Frau Heterosex?”

Der / die Küchenquatsch-Lesende H kommentierte auf die oben gestellte Frage:

Je nach Definition – wenn man es sich leicht macht, und Heterosex als “Sex zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechtes” definiert, dann: eindeutig nein. Sex zwischen zwei Frauen ist lesbischer Sex.
Es sei denn, eine von ihnen ist präoperative Transgender und ist eigentlich ein Mann, aber phänotypisch weiblich. Wenn man DAS dann weiterspinnt, könnten auch zwei präoperative Transmänner schwulen Sex haben, der ziemlich lesbisch aussähe. :D

Stimmt, so sind wirklich alle möglichen Kombinationen denkbar. Eine Bekannte / ein Bekannter von mir ist auch phänotypisch weiblich, aber ein Mann, weiß das aber erst seit ein paar Monaten. Dann hatte er mit seiner Ex-Freundin demzufolge zuerst viele Jahre lang lesbischen Sex, und dann seit ein paar Monaten Hetero-Sex. Und dass ihn die Freundin wegen eines als Mann geborenen Mannes verlassen hat, ist besonders bitter.

Im Urlaub erzählte uns eine Frau abends im Pub, dass sie sich schon wieder auf lesbischen Sex freut, denn mit der letzten Frau hatte sie Heterosex.

Ich stutze und nahm einen Schluck von meinem Lieblings-Lager. Die Frau redete von Heterosex zwischen zwei als Frau geborenen Frauen. Sie überlegte lange, als ich sie fragte, was sie damit meinte. „Hetero-Frauen sind im Bett…“ Sie überlegte weiter.

Ich kann das nicht beurteilen, denn ich hatte noch nie Sex mit einer Hetero-Frau.

Sie überlegte immer noch. Irgendwann schlug ich vor: „passiv?“

Sie meinte, dass Heterofrauen beim Sex mit Männern eben sicherstellen wollen, dass sie auf ihre Kosten kommen. Und das tun sie dann auch beim Sex mit Frauen. Es sei nicht so ein – und dabei umfasste sie ihre beiden Hände und rieb sie aneinander. Diese Handbewegung fand ich voll schön und ich habe ich so interpretiert, dass lesbischer Sex ihrer Ansicht nach ein Fließen ist, von Intuition und Leidenschaft gesteuert, nicht von „ich muss aber auch auf meine Kosten kommen, bevor du hier deinen Orgasmus hast und mir einschläfst“ oder von „zuerst kommst du, dann ich und dann wieder du, …“. Aber ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe.

Soweit zwei Meinungen zu Hetero-Sex zwischen zwei Frauen. Welche habt ihr?