zimtige Tomatensoße mit Pasta, Auberginen und Kichererbsen (vegan)


Dieses Gericht hat zwei ganz tolle Eigenschaften:

1.) Zwei unterschiedliche Kulturen und Kochstile treffen sich auf dem Teller: italienisch und indisch. Italienisch wegen der Pasta und der Tomatensoße, indisch wegen der angebratenen Zimtstange und Gewürzen wie Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer.

2.) Der Zimt bringt eine herrlich herzhafte Note in das Gericht. Ich freu mich einfach übel, wenn ein Gemüsegericht einen herzhaften Geschmack hat, der sonst meistens von geräuchertem Tofu oder tierischen Produkten kommt. Ich war sehr skeptisch, als ich das erste Mal Zimt in einem indischen Gericht verwendet habe, aber es ist echt der Hammer. Falls irgend möglich, solltest du eine Zimtstange für dieses Gericht nehmen, weil der Geschmack dann intensiver und rauchiger ist. Aber sonst geht auch gemahlener Zimt.

fraulinde wünscht viel Spaß beim Ausprobieren!

Du nimmst (für 2 Portionen)

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel (ca. 5 cm Durchmesser), fein gewürfelt
  • 1 Zimtstange, einmal zerbrochen (oder ½ TL gemahlener Zimt)
  • 1 Stück Ingwer, ca. 1,5 cm dick, gerieben
  • ½ TL Kurkumapulver
  • 1 große Aubergine, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten.
  • 1 Kaffeebecher gekochte Kichererbsen
  • 1 EL Himbeeressig (oder Balsamico oder Apfelessig)
  • Frische gehackte Petersilie
  • Gemahlener Koriander, gemahlener Kreuzkümmel, Chili
  • Tomatenpassata, ca. 400 ml (ich mag die von Alnatura sehr)
  • Salz
  • Pasta, z.B. Schleifchen

Du tust

  • Erhitze das Olivenöl, gib die Zwiebelwürfel und die zerbrochene Zimtstange hinzu und brate es zusammen bei kleiner Hitze und aufgelegtem Deckel an. Die Zwiebeln sollen glasig werden und keine Farbe annehmen (dauert ca. 15 Minuten).
  • Würze die Zwiebelwürfel kräftig mit Salz und gib den geriebenen Ingwer hinzu, kurz mitbraten, und dann den Kurkuma hinzufügen.
  • Gib dann die Auberginen zu den Zwiebeln und lass sie bei aufgelegtem Deckel schmoren, bis sie weich sind.
  • Setz nebenher einen Topf mit Pasta-Wasser auf und koche die Nudeln nach Anleitung.
  • Lösche die Auberginen mit dem Essig ab, lass den Essig einkochen bzw. verdampfen und würze die Auberginen mit Salz
  • Gib die Kichererbsen zu den Auberginen und füge die Passata hinzu. Alles umrühren und weiterköcheln lassen.
  • Kurz bevor die Pasta fertig ist, würze die Soße mit Koriander, Kreuzkümmel und Chilipulver, evtl. noch nachsalzen.
  • Vermische die Pasta mit der Soße und gib zum Schluss Petersilie hinzu. Umrühen und fertig.
  • Hau rein!
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Kichererbsen-Salat


Gestern Abend erzählte mir Frau K von ihrem sonntäglichen Familiengrillen. Es gab Putenschaschlik. Und ich dachte: jaaa, Fleisch! Aber ich esse ja gar kein Fleisch, fiel mir dann ein. Ich dachte kurz an ein Tofu-Steak, aber das machte mich nicht an, doch Appetit hatte ich schon auf etwas richtig Herzhaftes. Und auf Eisen.

Also hab ich mir ein paar Kichererbsen eingeweicht. Manche Fleischesser mögen sich jetzt wegschmeißen vor Lachen, weil ich Fleisch und Kichererbsen als ebenbürtig ansehe, aber dann freut es mich, zu eurer Erheiterung beigetragen zu haben.

Jamjamjam, das war total improvisiert, aus dem hohlen Bauch heraus und wurde extrem lecker.

Und hier für alle lieben Küchenquatsch-Lesenden das Rezept:

  • 1 Kaffeebecher getrocknete Kichererbsen (bitte, bitte, bitte: kein Dosenfutter hier – getrocknete Kichererbsen, die man selbst kocht, schmecken so viel besser!)
  • 10 getrocknete Fenchelsamen
  • 15 getrocknete Kreuzkümmelsamen
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 1 kleine Karotte, möglichst eine aromatische und bio, damit man die Schale dran lassen kann.
  • 2 Schalotten (die Schalotten nehme ich, weil man die gut roh verarbeiten kann; sie sind würzig und gleichzeitig mild, stoßen also nicht auf)
  • 4 frische Minzeblätter
  • ein paar kleine Zweige frischer Thymian
  • Paprikapulver
  • Balsamico
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Sesam

Söööö. Die Kichererbsen habe ich erst einmal in Wasser eingeweicht. 2-3 Stunden bringen auch schon was – es muss nicht über Nacht sein. Dann habe ich das Einweichwasser weggeschüttet, die Erbsen abgespült, neues Wasser aufgegossen und den Fenchel, Kreuzkümmel, Lorbeer zu den Kichererbsen dazugegeben.

Das ganze ließ ich aufkochen und dann ca. 45 Minuten bei niedriger Hitze kochen. Die Kichererbsen schmecken schön nussig, wenn man sie bissfest kocht (also nicht zu Brei kochen).

Die Karotte habe ich gut abgewaschen, nicht geschält und in ca. 2mm dicke Scheiben geschnitten, die Schalotten in feine Würfel geschnitten.

Beides habe ich mit den restlichen Zutaten vermischt und durchziehen lassen, bis die Kichererbsen gar waren.

Ich habe von den Kichererbsen das überschüssige Wasser abgegossen und dann in den heißen Topf das Kräuter-Zwiebel-Gemisch gegeben und mit den Kichererbsen vermischt. Und dann kam noch der Sesam dazu.

Den Topf habe ich mit Deckel auf den abgeschalteten, noch warmen Herd gestellt, damit die Aromen sich miteinander verbinden.

Und das ließ ich dann über Nacht durchziehen und den ganzen nächsten Tag noch, denn den Salat gab’s zum Vesper.

Das ganze macht tierisch satt und zufrieden. Und es müsste komplett fettfrei sein, denn das Olivenöl habe ich vergessen (aber nicht vermisst).

Die Reste gab’s später mit etwas Eichblattsalat, Radiccio und Gurken. Und Olivenöl. Jamjam. Der Sommer kann kommen!