Pizza, Foccacia oder so etwas in der Art aber auf jeden Fall selbst gemacht und improvisiert

Das letzte Stück Foccacia hat es gerade noch aufs Foto geschafft!

Das letzte Stück Foccacia hat es gerade noch aufs Foto geschafft!

Genau genommen ist es keine Pizza, weil sie ohne Tomatensoße und Käse ist, und weil im Teig noch Zwiebeln und getrocknete Tomaten verarbeitet sind, also würde ich es als eine Art Foccaccia bezeichnen, wobei das bestimmt auch nicht korrekt ist.

Bevor du dich sklavisch an die Zutatenliste hälst, bedenke bitte, dass ich das Gericht an einem Sonntag aus im Kühlschrank vorhandenen Zutaten gemacht habe. Für den Belag kannst du im Prinzip alles nehmen: Gemüse wie Paprika, Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Zucchini kannst du geschnippelt direkt draufgeben.

Etwas härteres Gemüse wie Fenchel, Broccoli, Auberginen, Rosenkohl würde ich vorher ein paar Minuten in heißem Wasser kochen oder anbraten. Zum Überbacken kannst du statt Creme fraiche natürlich auch Käse nehmen. Viel Spaß! Ich freue mich, wenn du Variationen davon in einem Kommentar postest. Foto folgt, sobald ich meinen Film voll und entwickelt habe :)

Zutaten für den Teig:

  • 1 Portion Hefeteig, eingefroren (guck hier für eine grobe Hefeteig-Anleitung oder ins Kochbuch deines Vertrauens für eine exakte). Den Teig lasse ich an einem warmen Ort so lange auftauen, bis er richtig warm ist. Dann am besten noch ein bisschen gehen lassen.
  • 3 Frühlingszwiebeln und 3 getrocknete Tomaten schneide ich in Streifen, gebe sie in eine Schüssel, salze und vermische sie mit Olivenöl. Das zieht dann so lange durch, bis der Teig fertig gegangen und bereit zum Verarbeiten ist.

Zutaten für den Belag:

  • 2 Karotten, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 EL tiefgekühlte Erbsen
  • 10 Kalamata-Oliven, vom Stein befreit
  • 1 kleiner roter Paprika, in Streifen geschnitten

Die Zutaten gebe ich ebenfalls in einer Schüssel, salze sie und vermische sie mit Himbeeressig (oder Balsamico) und Olivenöl und lasse sie durchziehen. (Das Marinieren finde ich wichtig, damit das Gemüse nachher schön intensiv schmeckt. Wenn man aber eine kräftige Tomatensoße hat, kann man auf das Marinieren auch verzichten).

„Soße“:

  • 1 EL Crème fraîche mit Wasser verrühren, so dass sie flüssig wird und man sie nachher gut auf dem Teig und über dem Gemüse verteilen kann.

Ready to go!

  • Den gegangenen Teig knete ich ein bisschen und arbeite dabei die geschnittenen Frühlingszwiebeln und getrockneten Tomaten unter. Durch das Olivenöl wird der Teig etwas klebrig, deshalb knete ich nach und nach Mehl unter, bis der Teig nicht mehr klebt.
  • Auf einem Blech mit Backpapier rolle ich den Teig so dünn wie möglich aus. Mein Teig hatte eine schöne unregelmäßige Form und sah aus wie ein Fladen.
  • Dann heize ich den Ofen auf 200-220 Grad vor. (Ich verzichte normalerweise beim Backen aufs Vorheizen, weil es meistens nicht nötig ist. Aber hier ist es wichtig, damit der Teig nicht langsam durchbackt, sondern schnell erhitzt und damit knusprig wird)
  • Den Teig bestreiche ich mit 2/3 von der Crème-fraîche-Soße – das fungiert als Geschmacksträger und macht den Boden schön saftig.
  • Das marinierte Gemüse verteile ich gleichmäßig auf dem Teig.
  • Über dem Gemüse verteile ich den Rest der Crème-fraîche-Soße, quasi als Käse-Ersatz.
  • Das Ganze backe ich zuerst auf der unteren Schiene im Backofen, möglichst bei Unterhitze. Mir ist wichtig, dass der Boden erst gut durchbackt und nachher schön fest und knusprig ist.
  • Wenn ich an den Rändern sehe, dass der Boden leicht braun wird, befördere ich das Blech auf eine obere Schiene und backe so lange weiter, bis der Paprika leicht zusammengeschnurzelt ist.

Und dann tu ich nur noch zwei Dinge: schwarzen Pfeffer aus der Mühle oben drauf und genießen.

Der Rest vom Fest

Der Rest vom Fest

6 Gedanken zu „Pizza, Foccacia oder so etwas in der Art aber auf jeden Fall selbst gemacht und improvisiert

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  3. War der Hefeteig denn richtig gut? Das ist ja immer so das Problem, dass der Teig zu hart wird. Keine Ahnung, wie die Italiener das hinkriegen. Ich hab ’s noch nie so wirklich gut geschafft.

    • Hallo Lesbomatin,

      ja, der Hefeteig war richtig gut. Am besten gelingt er mit Mehl Typ 550, finde ich (Vollkorn etc. würde ich für den Anfang lassen) . Ich nehme meistens Frischhefe. Der Teig muss, wenn du ihn geknetet hast, schön weich, aber nicht klebrig und auch nicht hart sein, sondern locker. Ich lasse den Teig richtig lang gehen, bis er aufs Doppelte gewachsen ist. Vielleicht hast du zuwenig Hefe genommen oder zuwenig geknetet? Wichtig ist auch, dass du die Hefe in lauwarmem Wasser auflöst und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort gehen lässt.

      Sonst würde ich es einfach immer wieder probieren, vielleicht auch mal mit Trockenhefe oder verschiedene Rezepte / Anleitungen. Denn Gerichte aus frischem Hefeteig sind einfach das Größte!
      Viel Erfolg und lieben Gruß
      fraulinde

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