Gemüsebrühe

Da schlägt jedes Schwäbinnen-Herz höher! Denn Gemüsebrühe ist super, um Reste zu verwerten. Wenn ihr auch mal für zwei Stunden Schwäbinnen sein möchtet, lest einfach weiter.

Tu dies:

Setze einen großen Topf mit Wasser auf den Herd und schalte die Herdplatte auf mittel.

Öffne deinen Kühlschrank. Mach es wie die Schwäbin und stürze dich auf Gemüse, das nicht mehr so taufrisch ist, z.B. leicht runzelige Karotten, Paprika, Zucchini. Gemüsebrühe ist super, um Reste zu verwerten.

Wenn ich eine autoritäre Sterneköchin wäre, würde ich dir sagen, dass in eine Gemüsebrühe unbedingt gehören: Karotten, Knollensellerie, Zwiebeln, Knoblauch. (aber ich bin es nicht und denke auch, dass es nicht nur unter den Menschen eine unglaubliche Vielfalt gibt, sondern auch unter den Gemüsebrühen).

Für Gemüsebrühe eignen sich auch Gemüseteile, die hart oder faserig sind und in angebratenem Zustand zäh schmecken würden, z.B. Teile von Lauch, Fenchel, Broccoli oder Knollensellerie. Beim Lauch ist das Grün meistens etwas holzig, eignet sich aber super zum Verkochen (vorher die einzelnen Lagen vom Grün auseinandernehmen und die Lagen gut waschen, da sich dazwischen oft Dreck versteckt). Beim Fenchel sind oft die äußerste Haut und die Stengel etwas faserig, also abschneiden und rein in die Brühe. Beim Broccoli eignet sich der Stengel auch super zum Verkochen. Der Knollensellerie hat manchmal noch schöne grüne Blätter an der Knolle, die man sehr gut mitkochen kann. Von einem Kürbis hebe ich meistens die Kerne inklusive den Fasern drumherum auf und koche sie ebenfalls mit.

Natürlich kannst du auch den ganzen Fenchel, den ganzen Broccoli etc. mitkochen, dann wäre es aber keine schwäbische Gemüsebrühe mehr 🙂 Ich als Schwäbin würde nur den Stengel in der Brühe verkochen und die Broccoli-Röschen für eine Gemüse-Nudel-Pfanne o.ä. verwenden.

Ganz verzichten würde ich auf Gurken, Kohlgemüse (Rosenkohl, Kraut), Auberginen in der Brühe.

Jetzt hast du das Gemüse zusammen. Wasche alles gut und entferne braune Stellen. Große Stücke zerkleinern (z.B. Karotten in 4 cm dicke Scheiben schneiden), beim Schnippeln brauchst du dich nicht verkünsteln. Das Gemüse wird nachher eh abgeseiht.

Gib alle Gemüsestücke in den Topf mit Wasser. Füge ein paar schwarze Pfefferkörner, 1-2 Nelken und 3 Lorbeerblätter hinzu.

Weitere Zutaten, die nicht unbedingt notwendig, aber nice to have sind: frische Kräuter, Ingwer, trockene Gewürze wie Fenchelsamen, Koriander, Bockshornklee etc.

Nicht empfehlen kann ich – obwohl das oft vorgeschlagen wird – getrocknete Tomaten und Parmesanrinde als Zutaten. Die getrockneten Tomaten ergeben einfach einen seltsamen Geschmack. Die Parmesanrinde schmilzt so komisch beim Kochen, sieht unappetitlich aus und tut nichts für den Geschmack.

Lass das Wasser mit dem Gemüse langsam heiß werden und kochen. Wenn alles kocht, schalte die Hitze herunter und lass die Brühe zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln. Schalte nach 30-45 Minuten den Herd aus und lass den Topf noch eine Weile auf der sich abkühlenden Platte stehen. Erst dann die Brühe durch ein Sieb gießen. Manche mögen das zerkochte Gemüse und essen es pur oder verarbeiten es gar zu Ravioli-Füllung. Ich mag das nicht, aber probier’s einfach mal, bevor du es wegwirfst.

Nun kannst du die Brühe einige wenige Tage lang im Kühlschrank aufbewahren, einfrieren, sofort verputzen… Fürs Einfrieren empfehle ich diese Einweg-Eiswürfel-Beutel. Die normalen Eiswürfel-Förmchen aus Plastik nehmen oft den Geschmack der Gemüsebrühe an, und wenn man dann mal Eiswürfel für Cocktails machen will…

Ich behaupte nicht, dass Gemüsebrühekochen ach so einfach ist und gar keine Mühe macht und so nebenher geht. Ich bin ja schließlich fraulinde und kein so sternedekorierter Fernsehkoch, der schon alles hübsch geschnippelt in weißen Schälchen vor sich stehen hat und die Schälchen nur noch ausleeren muss. Aber es ist eine gute, schöne, herzerwärmende (und sparsame) Sache. Also Menschen, macht Gemüsebrühe!

Hier noch der Link zum kompletten Artikel

https://kuechenquatsch.wordpress.com/2010/03/14/gemusebruhe/

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