vegane Schokomousse


Ich probiere ja gerade ein bisschen veganes Essen aus. Einmal, weil es ja angeblich nachhaltiger ist, aber auch, weil das für mich eine ganz neue Geschmackswelt eröffnet. Ich mag, dass man viel mit Nüssen machen kann und finde auch ab und zu Tofu sehr geil. Mit Sojamilch habe ich mich noch nicht so angefreundet, weil sie im Kaffee ausflockt, aber in diesem Rezept macht sie sich allerherrlichst. Diese vegane Mousse geht sogar schneller als die aus Pülverchen und schmeckt um Lichtjahre besser. Das Rezept ist  von einer Freundin, cheers!

Du nimmst:

1 Tafel Zartbitterschokolade (100 gr). Ich glaube, Zartbitterschokolade ist meistens vegan, aber im Zweifel lieber nochmal die Zutatenliste checken.

Sojamilch, ca. 150 Milliliter.

Du tust:

Brich die Schokolade in Stücke und schmelze sie langsam und vorsichtig in einem Topf. Wenn die Schoki fast ganz geschmolzen ist, füge einen Schluck Sojamilch hinzu und rühre sie mit einem Schneebesen unter. Ein bisschen warten und die Milch warm werden lassen, dann den nächsten Schluck hinzufügen, immer wieder umrühren. Die Schokomilch soll nicht  kochen, aber heiß sein. Wenn du die Sojamilch ganz dazugegeben hast, kannst du nach Herzenslust noch andere leckere Dinge hinzufügen, z.B. 2 Esslöffel Orangenmarmelade, Nüsse, Mandelmus, Chili, Zimt…  Die warme Schokomilch ist flüssig, was auch ok ist.

Fülle das Ganze  dann in eine  Schüssel um und stelle sie für ein paar Stunden in den Kühlschrank zum Fest- und Moussig-Werden. Probiere und geh davon aus, dabei auf die Knie zu sinken.

Die fertige Mousse hat bei diesem Rezept eine Konsistenz zwischen Schokolade und Nutella, super zum Löffeln und dahinschmelzen. Der netten Frau, auf die ich mal stand und der ich diese Geschichte geschrieben habe, war sie allerdings zu gehaltvoll. Ich denke, man kann bis zu einem gewissen Maß die Mousse strecken, indem man weniger Schokolade und / oder mehr Sojamilch nimmt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass bei sehr viel Sojamilch die Mousse nachher nicht mehr fest wird. Aber das müsst ihr büddebüdde selbst austesten, und ich freue mich über Berichte!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und einen tollen Schokomund beim Naschen.

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Ohne Worte


Heute haben wir an der Uni etwas Revolutionäres gemacht. Wir haben Texte geschrieben. Jaha. Im Masterstudiengang Literarisches Schreiben haben wir heute Texte geschrieben. Jeder. Mussten vorlesen, unsere Lieblingstexte wählen und die besten Spontanautoren bekamen einen Stern. Für wen sich das jetzt nach Kindergarten anhört – dem oder der würde ich auf die Schultern klopfen, Recht haben Sie.

Das Ganze war inspiriert von einem Buch, das ich hier nicht nennen werde. Es schlägt verschiedene Szenarien vor und enthält Würfel mit Piktogrammen. Man nimmt fünf Würfel und schreibt dann eine Geschichte zu den fünf gewürfelten Bildern. In drei Minuten.

Es gab fünf Runden. Nach der ersten Runde habe ich mir überlegt, was ich vortäuschen kann, um sofort das Seminar verlassen zu können. Denn wenn ich sonst etwas schreibe, durchläuft es mindestens 23 Runden, wahrscheinlicher aber 72 Runden der Selbstkritik und Überarbeitung, bevor überhaupt irgendein menschliches Wesen das lesen darf. Seit diesem Seminar weiß ich: manche Menschen können spontan druckfähige Texte verfassen, so wie manche Menschen druckreif reden können. Ich gehöre zu keiner von den beiden Gruppen, sondern immer noch zu denen mit 23 bzw. 72 Überarbeitungsrunden.

Ich fragte mich: Wurde diese Aktion in der letzten Sitzung oder per Mail angekündigt? Und wie konnte ich das verpassen? Dafür bin ich aufgestanden?

Und nachdem ich zwei Mal zwei grottenschlechte Texte (Kostproben? Wirklich? Wenn du dir absolut sicher bist, dann scroll weiter runter, aber überleg’s dir vorher nochmal gut) vorgelesen habe und mich aus meiner Sicht vor meinem halben Jahrgang komplett zur Äffin gemacht hatte und ich mal so gar keine Sternchen, nicht mal einen herausgepressten Lacher bekommen habe, passierte etwas Wunderbares. Es war mir egal.

Genau. Was blieb mir auch übrig? Wir sollten uns eigentlich alle viel öfters zu Affen machen, denn in den meisten Fällen wird

NICHTS

passieren. Außer, dass wir entspannt werden, so war es zumindest bei mir. Geholfen hat auch, dass ab der dritten Runde doch mal eine Stimme für mich oder ein Lacher kam.

Also Freundinnen und Freunde: wann habt ihr euch das letzte Mal richtig blamiert?

Und für alle, die jetzt Bock auf Fremdschämen haben, hier meine Texte, oder etwas, das einem Text äußerlich ähnelt. Die kursiven Wörter sind die erwürfelten Begriffe, die man im Text unterbringen musste. Vor jedem Würfeln musste man außerdem ein „Szenario“ wählen.

Szenario „Wahrsager“:

Die Wahrsagerin war ein Drache, aber einfach die Beste. Sie ließ sich nicht mit Geld bezahlen, sondern mit Geschenken. Am Telefon hatte sie mir mit einem osteuropäischen Akzent gesagt: „einen Fußball, für meinen Sohn.“ Durch die ganze Stadt war ich gehetzt, tat so, als wäre ich eine Mutter (Maske)

Szenario „Moderne Kunst“

Der Drache zieht den Gewichtheber nach oben, die Stadt sieht von oben aus wie ein Schaltkreis (ja, in dem Spiel gibt’s wirklich so Fiesigkeiten wie Schaltkreis), sicher wurden die Farben mit dem Föhn getrocknet, Daumen hoch.

Szenario „Heiratsantrag“

Liebling, ohne dich könnte ich genauso wenig sein wie ohne meinen Fernseher, aber du bist viel mehr, meine Liebe für dich ist so groß wie ein Blauwal. Du füllst immer rechtzeitig die elektrischen Salz– und Pfeffermühlen auf. Magst du die Säulen in meinem Leben sein?

[Untergekriegt habe ich nicht: Thermometer]

Szenario  „Patentamt“

Ich melde ein Patent für Superameisen an, die niedere Tätigkeiten verrichten können. Sie werden Polizeiautos steuern können, Wohnungen streichen [Farbrolle] und bei der Victoria’s Secret-Modenschau [Unterhose] mitlaufen.

Szenario „Seemannsgarn“

Kürzlich am Amazonas, als ich meiner Frau ein Parfümimitat kaufen wollte, kam plötzlich ein Teddybär angerudert. Er trug eine Schwimmweste und war ganz aufgeregt, weil er gerade einer Quietscheente das Leben gerettet hatte. Ein Zirkel steckte in ihrem Hals, der Teddy hatte sie mit einem Luftröhrenschnitt gerettet.

Good to be here


Ich reg mich hier schon sehr viel übers Studium auf und denke immer wieder darüber nach, es zu schmeißen. Die Sache ist nur: ich kann mich aufregen und aufregen, aber selbst wenn Kommilitonen mir zustimmen, gibt’s am Ende des Tages keine Medaille dafür. Und irgendwann habe ich keinen Bock mehr auf die ganze negative Energie. Aufregen kostet mich Kraft und macht Falten und erhöht meinen Blutdruck und so weiter. Ich bestrafe mich damit eigentlich nur selbst, weil ich mich damit selbst belaste.

Aber gestern hab ich mal gesehen, dass es doch eigentlich ziemlich geil ist. Warum?

1.) Weil ich Pfingsten mit tollen Frauen in der Natur verbracht habe. Drei Tage Paddeln machen, dass ich mich stark und stolz fühle, aber auch klein und demütig. Versuch mal in einem Kajak vorwärts zu kommen, wenn ständig Motorboote an dir vorbeifahren und Wellen verursachen und du weißt, wie sich vielleicht Staaten in der dritten Welt fühlen. Weil mir Mückenstiche irgendwann egal waren und ich so viele Süßigkeiten durcheinander gegessen habe wie schon lange nicht mehr. Ich bin davon noch schön träge, so dass ich meine Bewerbung gestern für ein Stipendium mit einer schönen Gleichmütigkeit fertiggemacht habe und dachte: ich lass das jetzt so. Es wird schon reichen.

1a) Wegen des Lieblingsfundstücks des Tages: „Wear sunscreen“ (cheers to one of the awesome canoe ladies!). Da steht unter anderem drin, dass Sorgen über die Zukunft machen ungefähr so effektiv ist wie zu versuchen, eine Algebra-Gleichung durch Kaugummi-Kauen zu lösen. Und dass mein sich Sorgen machendes Hirn die richtig krassen Sachen gar nicht voraussehen kann. Das tat mir gut.

2.) Weil ich für diese Bewerbung ein richtig fettes Gutachten von meinem Mentor bekommen habe. Der Mentor ist ein bekannter Autor – die Mutter einer Freundin ist Fan und würde ausflippen, wenn sie wüsste, dass ich ihn duze. Im Gutachten steht drin, wie toll ich mich entwickelt habe und alles ist ganz herrlich übertrieben, aber auch voller Wahrheit, und ich werde es mir an die Wand pinnen. Da sind Schreibfehler drin, der Gute kennt den Unterschied zwischen Sie und sie und Ihre und ihre nicht.

3.) Weil ich erfahren habe, dass das eine Projekt bei bei meinem vorigen Job keine Fördermittel bekommen hat. Meine dortige Chefin hatte mir vor Monaten provisorisch eine Stelle ab September in diesem Projekt angeboten, ich hatte abgelehnt aber seitdem manchmal doch gedacht: hm. hm. Aber jetzt bleibe ich erst recht hier, in Hildi.

Fotos von Cornwall


Und weil ich gerade so schön im Fotos bearbeiten und Hochladen bin, hier die nächste Serie:

Cornwall.

Ich liebe es. Es hat eine ganz besondere Magie und es hat meine Seele berührt. Ja, lacht ruhig, is so!

Diese Fotos sind mit meiner analogen Minolta-Spiegelreflex entstanden, und man merkt schon, dass die Fotos deutlich unschärfer sind als bei einer digitalen Spiegelreflex (s. die Serie Hildi mit Digi im Frühling). Und das, obwohl ich die eingescannten Fotos alle noch durch den Photoshop-Scharfzeichner gejagt habe. Aber ehrlich, zu Cornwall passt dieser unscharfe, verschwommene Blick.

Hildi mit Digi im Frühling


Kürzlich hatte ich die Möglichkeit, mir über die Uni eine Spiegelreflex-Digitalkamera auszuleihen, eine Nikon. Was für ein schönes, wenn auch schweres Spielzeug. Ich fotografiere sonst ja konsequent analog, aber es ist schon nett, wenn man Farbfotos einfach schwarz-weiß einfärben oder mit ein paar Klicks zuschneiden kann. Und die Auflösung ist kein Vergleich zu meiner guten alten analogen Minolta. Hm. Grmpf. Hier habt ihr jedenfalls das Best-of fraulinde goes digital (in Hildesheim).

schnelle Bratkartoffeln


Bratkartoffeln_web

Hach, jetzt gibt es ja wieder neue Kartoffeln. Aus denen kann man ganz toll und schnell Bratkartoffeln machen!

Du brauchst:

  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 große Zwiebel (6 cm Durchmesser), sehr fein gewürfelt
  • 4 rohe mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • 1 Becher körnigen Frischkäse

Du tust:

Wasche die Kartoffeln und bürste sie, ich mache das immer mit einer einer Zahnbürste 🙂 Die Schale kann man bei neuen Kartoffeln gut mitessen, sie soll sogar ein paar Vitamine haben. Dann viertelst du die Kartoffeln und schneidest sie in ca. 0,5-0,8 cm dicke Scheiben.

Erhitze den Butterschmalz in einer Pfanne bei mittlerer Hitze (die Pfannenbeschichtung sollte noch gut und intakt sein, damit nichts anbrennt). Da ich’s leicht scharf mag, habe ich gleich zu Anfang einen getrockneten Chili Tepin zerbröselt und mitgebraten. (Chili Tepin hat mal der Mann meiner Cousine aus Mexiko mitgebracht, und nun wächst er bei meiner Mutter auf dem Balkon. Ich finde Chili Tepin super, weil er scharf, aber nicht zu scharf ist. 1 Beere ist perfekt für 1-2 Essensportionen ).

Gib die Kartoffeln in den heißen Schmalz und brate sie bei mittlerer Hitze und aufgelegtem Deckel. Wichtig ist, dass man nur ca. alle 5 Minuten den Deckel hebt und ggfs. die Kartoffeln wendet, denn in der Pfanne soll sich Wasser bilden, der sich innen am Deckel sammelt. So werden die Kartoffeln von unten gebraten und gleichzeitig weich gedünstet. Das ist zumindest meine unwissenschaftliche, auf Erfahrung beruhende Empfehlung.

Wenn die Kartoffelstücke anfangen, eine leicht braune Kruste zu bekommen, gib die Zwiebelwürfel hinzu, ebenso wie die halbierte Knoblauchzehe. Brate alles noch ein bisschen weiter bei aufgelegtem Deckel. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Kartoffeln kräftig zu salzen. Brate dann alles so lange weiter, bis die Kartoffeln innen weich sind und außen den gewünschten Bräunungsgrad haben.

Ich esse die Bratkartoffeln am liebsten mit Paprikapulver und körnigem Frischkäse. Auf dem Foto seht ihr außerdem noch Spinat, der musste weg 🙂 Die Kartoffeln schmecken so hammerlecker und würzig und nach Butter und jam! Sogar besser als Chips. Und waren in ca. 20-30 Minuten fertig. Juhu!

P.S.: fraulinde konnte in ihrem Luxusstudium eine Digitalkamera ausleihen, so dass der Artikel von Anfang an bebildert ist. Premiere!

Wisst ihr was?


Wisst ihr, dass ich es viel einfacher finde, keine Chips zuhause zu haben? Denn dann muss ich mir während DSDS keine Gedanken machen, ob ich jetzt Chips essen muss / will / soll / darf. Am besten ziehe ich mir gegen 20:15 meinen Schlafanzug an, so dass ich – falls ich mir unten im Kiosk Chips kaufen wollte – mich erst umziehen müsste. Ergebnis: ich esse gegen 21:30 statt Chips die Reste meiner leckeren Spaghetti mit Tomatensoße und Zucchini und gehe um 22:10 zufrieden ins Bett.

Wisst ihr, dass es sehr praktisch ist, wenn die Webseite, auf der ich sonst den Mondkalender nachschaue, aus irgendeinem Grund verschwunden ist? Wenn ich also nicht nachschauen kann, ob und wann heute eine Mondpause ist. (Mondpausen sind unterschiedlich lange Phasen, während denen man sich ausruhen soll, nichts Neues und / oder Wichtiges machen soll). Denn so habe ich heute einfach die neue Geschichte für einen Wettbewerb fertiggemacht und abgeschickt, ohne zu wissen, wie der Mond gerade stand. Bei einer Mondpause hätte ich sonst überlegt, ob ich überhaupt schreiben sollte, denn das bringt bestimmt nichts, mir wird nichts einfallen, denn ich sollte eigentlich ausruhen, und selbst wenn mir etwas einfällt, wird es nicht zum Erfolg führen, ich könnte höchstens sonst heute Nacht schreiben, wenn die Mondpause vorbei ist. Hoffentlich geht die Seite nie wieder online.

Habt ihr auch so etwas, bei dem ihr irgendwann gemerkt habt, dass ihr besser ohne lebt?

enjoy the sun!