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Yufka-Röllchen oder: der Sommer ist schon da

Yufka-Röllchen oder: der Sommer ist schon da

Nach einem langen Heimarbeitstag brauche ich frische Luft, Tageslicht und Bewegung. Meistens mache ich dann einen längeren Spaziergang zu irgendeinem Supermarkt. Dabei habe ich gestern einen netten türkischen Lebensmittelladen entdeckt. Ich liebe türkische Läden, weil ich Blatt-Petersilie gerne im Pfund kaufe. Neben der Petersilie lachten mich außerdem Yufka-Teigblätter an. Die Teigblätter kommentierte der Verkäufer an der Kasse anerkennend mit: „selber machen“. Und ich so: „ja, genau, schmecken viel besser.“ Im Riesensupermarkt deckte ich mich anschließend mit restlichen Lebensmitteln ein.

Zuhause rief ich diverse Freunde an, um sie auf Yufka-Röllchen einzuladen, aber bei der einen war das Handy aus und der andere bekam Essen bei den Eltern. Die Teile wurden so lecker, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie lecker sie geschmeckt hätten, wenn ich sie mit einer zweiten Person genossen hätte (ich finde, dass die Gesellschaft einer lieben Person den Geschmack des Essens mindestens verdoppelt. Is so!)

Ich habe das klassische Rezept für Zigaretten-Börek abgwandelt. Zigaretten-Börek sind mit Schafskäse oder „Balkan-Käse“ gefüllte Teigröllchen, die in der Pfanne gebraten werden. Sehr perfekt. Ich mag aber den Namen (Zigaretten und Essen?) nicht und wollte außerdem eine gemüsigere Variante kreieren. Mesdames et Messieurs: je vous présente Yufka-Sommerröllchen.

Du nimmst für eine sehr hungrige Person oder zwei nicht ganz so hungrige Personen:

  • Ca. 15 dreieckige Yufka-Teigblätter (gibt’s im türkischen Laden meistens im 50er Pack oder so)
  • 180 gr Schafskäse (ich bevorzuge Schafskäse, weil er gut schmilzt und intensiv schmeckt. Balkankäse aus Kuhmilch geht aber auch und ist etwas günstiger. Von fettarmen Käse-Varianten rate ich ab, da Fett ein Geschmacksträger ist, aber wenn du fettarmen Käse magst, go ahead and give it a try.)
  • ein Schlückchen Milch
  • 2 EL tiefgekühlte Erbsen
  • 1 Schalotte oder 1 kleine Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 100-200 gr Blatt-Petersilie (mit Stängel gewogen)
  • 6 kleine frische Minzeblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Ein Dip dazu ist nicht unbedingt nötig, aber doch sehr lecker. Ich hatte noch Dosentomaten übrig. Die habe ich gleich zu Beginn in einem Topf zum köcheln aufgesetzt, bei aufgelegtem Deckel (weitere Empfehlungen s. unten).

Dann machst du dich an die Füllung:

  • den Schafskäse mit einer Gabel in einer Schüssel zerkleinern und ihn mit etwas Milch vermengen.

Die folgenden Zutaten sammelst du in einer extra-Schüssel:

  • Schalotte in sehr feine Würfel schneiden
  • die Karotte schälen und raspeln
  • von den Petersilienstängeln die Blätter abzupfen und die Blätter grob hacken. (Die Stiele kannst du in der Tomatensoße (s. oben) oder einer Brühe mitkochen).
  • Minzeblätter fein schneiden
  • die Knoblauchzehe pressen
  • die Erbsen dazugeben
  • das ganze Gemüse nur leicht salzen aber kräftig pfeffern.
  • Den Schafskäse zur Gemüsemischung geben und alles gut vermengen.

Das ist die Füllung.

Nun nimmst du ein Teigblatt heraus und legst es auf ein Brett.  Das breite Ende des Blatts soll zu dir zeigen. Am breiten Ende entlang verteilst du mit den Fingern ca. 1 EL der Füllung, so dass ein Streifen parallel zum breiten Ende entsteht. Lecke dir die Finger ab und rolle vom breiten Ende aus den Teig ein- bis zweimal um die Füllung. Dann klappst du die Enden um die Füllung und wickelst sie mit ein, so dass die Füllung gut verpackt ist. Rolle den Teig weiter zusammen und lege die Rolle mit der Spitze nach unten auf einen flachen Teller. Und so machst du weiter, bis die Füllung aufgebraucht ist.

Wenn du auch eine Tomatensoße nebenher köcheln hast, gib jetzt 1-2 TL Tomatenmark hinzu.

Nimm eine große Pfanne und erhitze ca. 1 EL Sonnenblumenöl drin (meine Herdplatten haben 9 Stufen, und auf Stufe 7 war genau die richtige Temperatur für Röllchen braten.)

Gib 4-5 Röllchen ins heiße Fett; dabei sollte die Teigspitze unten sein. Brate die Röllchen von allen Seiten hellbraun bis braun an (also nicht nur oben und unten, sondern auch links und rechts :) ) Wenn etwas Füllung rausläuft, relax: frittierter Schafskäse ist oberlecker. Meine Röllchen haben gestern schwarze Stellen abbekommen – auch das macht nix, ich sag mir immer: dafür rauche ich ja nicht…

Lass die gebratenen Sommerröllchen ein paar Minütchen ruhen, denn heißer Schafskäse ist das Fieseste, was einer Zunge passieren kann. Während des Wartens (= Verzögerung der Vorfreue) kannst du die Tomatensoße abschmecken: höchstwahrscheinlich braucht sie etwas Zucker. Entferne auch die Petersilienstängel.

Brate die restlichen Röllchen in der Pfanne an und nasche nebenher von den fertigen.

Und vielleicht ist dann für dich auch schon Sommer! Yam!

Noch zu den Dips:

Die Tomatensoße finde ich sehr lecker, da sie fruchtig schmeckt und gut zur Minze und dem Schafskäse passt. Ajvar dazu schmeckt auch, hat aber einen sehr intensiven Eigengeschmack und könnte die Röllchen vielleicht etwas dominieren. Sehr gut schmeckt auch Sahne- oder 3,5%-iger Joghurt dazu.

Makin’ Gnocci

Makin’ Gnocci

Mit einer Freundin letzte Woche. Das Rezept war von Nicole Stich aus Delicious Days. Das Buch liebe ich sehr und Nicoles Blutorangengelee ist einfach der Hammer. Nun ja.

Gnocci zu machen ist ein Liebesdienst, Handarbeit.

Formen ging ja noch ganz gut. Aber als wir die niedlichen Dinger gekocht haben… Bei uns kamen sie etwas unförmig aus dem Wasser. Ich glaube, wir hätten die einzelnen gekochten Gnocci auf auf einem Tablett ausbreiten und abtropfen lassen sollen. Stattdessen ließen wir sie in einem Sieb abtropfen, was sie zusammenkleben ließ.

Fraulinde wurde schon ebenso pampig wie die zerkochten Gnocci. Sollte alle Mühe umsonst gewesen sein?

Aber wir wollten sie ja sowieso in Butter, Knoblauch und Rosmarin anbraten. Und nun weiß ich: egal, wie vergraten dein ursprüngliches Gericht ist: brate es in Butter, Knoblauch und Rosmarin an, streue Parmesan drüber und trinke einen Rotwein dazu. Schon ist die Welt wieder in Ordnung!

So sah das Ganze am Ende aus:

Was aussieht wie ein saftiger Schwäbischer Kartoffelsalat, ist in Wirklichkeit Gnocci à la Dawonder und fraulinde. Trotzdem hat es lecker geschmeckt!! Fraulindes Hintern hätte das Gericht nicht gebraucht, wurde aber von der Fotografin offensichtlich als unverzichtbar angesehen. Danke, dawonder für die fotografische Dokumentation! Und fürs Nerven beruhigen.

Dazu gab’s als Vorspeise Ricotta-Pancakes. Das war ein Amateur-Rezept von Chefkoch und ist perfekt gelungen :)

Jetzt wisst ihr, dass auch bei fraulinde nicht immer alles glatt geht.

Osterschmarrn mit Banane und Pistazien

Osterschmarrn mit Banane und Pistazien

Ihr fragt euch, was fraulinde an Ostern macht, außer mit Frauen auf Lesarion zu chatten? Nee, nicht wirklich, gell, aber hier trotzdem die Antwort.

Fraulinde geht auf Reste-Jagd in Küchenschränken, Kühlschrank, Gefrierfach und Keller. Da findet sie nämlich bisher unangezapfte Vorräte, angebrochene Packungen, unentdeckte Möglichkeiten, ein neues Lieblingsgericht zu erschaffen. Das ist besonders schön an einem Sonn- oder Feiertag, wenn man eventuell fehlende Zutaten nicht einfach im Supermarkt kaufen kann, sondern aus dem Vorhandenen etwas Leckereres zaubert, als man es mit einem Rezept hätte tun können (so, das war jetzt alles, bloß kein Deutsch, aber wer diesen Teil nicht verstanden hat, egal, gleich kommt das Rezept).

Eine meiner lieben Kindheitserinnerungen ist Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Er hat sicherlich entscheidend dazu beigetragen, dass ich groß und stark geworden bin. Auch heute ist er ein gern gesehenes Mittagessen, Frühstück und Begleitung zum nachmittäglichen Kaffee. Doch selbst das Gutste kann mal eine Abwandlung vertragen. Und mit den schönen ungesalzenen Pistazienkernen musste unbedingt etwas getan werden.

Willst du es mir nachtun? Dann lies weiter:

Du nimmst:

  • 2 Eier
  • ca. 2 EL Zucker, z.B. feinen Rohrohrzucker
  • 0,5 TL Zimt
  • 1-2 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Weinsteinbackpulver
  • ein bisschen Mehl Type 550
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • 1 Schuss Milch
  • ca. 20 geröstete, aber ungesalzene Pistazienkerne
  • 1 reife Banane
  • 1-2 EL Butter
  • 1 TL Sonnenblumenöl

Zuerst machst du den Grundteig: Du verrührst die beiden Eier mit Zucker mithilfe eines Schneebesens so lange, bis die Mischung leicht schaumig ist. Dann gibst du Zimt, Vanillezucker, Salz und Backpulver dazu und verrührst alles. Gib dann das Mehl und das Kartoffelmehl dazu und verrühre es. Nimm nur soviel Mehl, dass der Teig “cremig” wird, sich aber noch gut rühren lässt. Nun gibst du noch etwas Milch hinzu (ca. 1 EL), so dass der Teig wieder ein kleines bisschen flüssiger wird.

Das ist dein Grundteig. Der darf jetzt etwas quellen. Es steht immer in den Kaiserschmarrn- und Pfannkuchen-Rezepten, dass der Teig 30 Minuten quellen soll; ich weiß nicht, ob das etwas bringt, aber da du eh noch die Pistazien puhlen musst, halte ich es für sinnvoll, den Teig zuerst zu machen. Der Teig darf ruhig auch merken, dass Feiertag ist.

Die Pistazien befreist du von der Schale und machst, sofern möglich, die ganz dünne, bräunliche Haut direkt auf den Kernen weg. Dann leuchten nachher die Pistazien schön grün aus dem Schmarrn. Die Pistazien hackst du grob und stellst sie beiseite.

Mit einer Gabel zerdrückst du die Banane und rührst sie unter den ausgeruhten, gequollenen Teig.

Dann setzt du eine kleine Pfanne auf, lässt bei mittlerer Hitze die Butter und das Öl schmelzen. Wenn die Butter anfängt zu brutzeln, gibst du den Teig hinein. Die Pistazienkerne streust du oben drauf.

Ich setze zu diesem Zeitpunkt meine Maquineta mit Espresso auf. Außerdem habe ich gestern mit fahrigen Händen einen neuen Film in die Kamera eingelegt, das Objektiv gewechselt, den Blitz geladen und dann doch vorhandenes Licht genutzt und gaaaanz schnell ein paar Fotos geschossen (die kriegt ihr zu sehen, wenn der Film mal voll ist, fraulinde fotografiert analog :) )

Auf jeden Fall: wenn die die Unterseite des Teigs etwas fest gebacken ist, aber noch nicht braun ist, versuchst du das Ding irgendwie umzudrehen oder zusammezuklappen. Dabei wird es wahrscheinlich zerlaufen und zerreißen, was perfekt ist, denn Schmarrn wird eh zerrupft. Du kannst dann grad den Schmarrn mit einem Spatel in weitere Stücke zerreißen und diese wenden, so lange, bis alle Stücke gebacken und auch innen durch sind.

Juhu! Der Osterschmarrn ist fertig! Durch die Banane wird er so schön saftig und locker und schmeckt für mich nach Kindsein und erinnert mich an meine heißgeliebten Nickipullis, in die ich schon seit 30 Jahren nicht mehr passe. Und mit Apfelmus ist das Kinderglück perfekt.

schnellste Hefeteilchen aus der Pfanne

schnellste Hefeteilchen aus der Pfanne

Vorher hatte ich Lust auf Kaffee und etwas Süßes dazu, aber ich hatte keine Kekse zuhause, und die guten Bäckereien im Viertel waren schon im Wochenende. Die Supermärkte mit integrierten Bäckern waren viel zu weit weg.

Aber ich hatte noch einen Hefeteig eingefroren (aus Mehl Type 550). Also habe ich etwas ausprobiert und das Ergebnis war schneller und leckerer als die Produkte des Lieblingsbäckers zwei Straßen weiter. Ich nenne es mal: süße Hefefladen aus der Pfanne.

Der Hefeteig war schon angetaut, und da habe ich einfach aus dem schon weichen Teil ca. eine Hand voll Hefeteig abgekratzt. Während der Kaffee kochte, ruhte der Hefeteig kurz auf dem Balkonstuhl in der Sonne. Dem Hefeteig muss es ja immer ein bisschen warm sein, damit er aufgehen kann :)

Dann knetete ich die Teigkugel ein bisschen und – weil der Teig etwas klebrig war, gab ich etwas Mehl hinzu. (Wenn der Teig zu trocken ist, Milch oder Wasser dazugeben.)

Ich knetete ein paar Rosinen in den Teig, ebenso etwas Kakaopulver. Den Kakao habe ich aber nachher gar nicht herausgeschmeckt, aber er hat im hellen Teig ein schönes Muster produziert.

Nebenher habe ich ca. einen halben Esslöffel Sonnenblumenöl in der Pfanne heiß werden lassen. Aus dem Teig habe ich mehrere kleine Fladen ausgerollt. Je dünner, desto knuspriger. Bei 2 Millimetern Dicke werden die Fladen schön knusprig und gehen beim Braten sogar etwas auf. Aber auch 5 mit Milimeter Dicke wird’s lecker.

Die Fladen müssen keine bestimmte Form haben – meine waren eher länglich bzw. dreieckig.  Die Fladen habe ich dann in die Pfanne mit dem heißen Öl gegeben. Ich habe sie bei hoher Hitze von der einen Seite angebraten, dann umgedreht, noch etwas Öl zugegeben, die Hitze auf mittel reduziert und den Deckel aufgelegt. Insgesamt habe ich sie ca. 10 Minuten lang gebraten, immer wieder geschaut, dass sie nicht anbrennen, und immer wieder probiert, ob sie schon durch sind. Bei aufgelegtem Deckel bildet sich ja meistens Wasser im Deckel – darauf achten, dass das Wasser nicht auf die Pfanne oder auf die Fladen gelangt.

Tja, und dann waren meine süßen Hefefladen auch schon fertig. Aber das beste kommt noch: beim Essen habe ich die Bissfläche in Zucker getaucht. Yeah.

Und bevor ich sie fotografieren konnte, waren sie auch schon weg!

Kichererbsen-Salat

Kichererbsen-Salat

Gestern Abend erzählte mir Frau K von ihrem sonntäglichen Familiengrillen. Es gab Putenschaschlik. Und ich dachte: jaaa, Fleisch! Aber ich esse ja gar kein Fleisch, fiel mir dann ein. Ich dachte kurz an ein Tofu-Steak, aber das machte mich nicht an, doch Appetit hatte ich schon auf etwas richtig Herzhaftes. Und auf Eisen.

Also hab ich mir ein paar Kichererbsen eingeweicht. Manche Fleischesser mögen sich jetzt wegschmeißen vor Lachen, weil ich Fleisch und Kichererbsen als ebenbürtig ansehe, aber dann freut es mich, zu eurer Erheiterung beigetragen zu haben.

Jamjamjam, das war total improvisiert, aus dem hohlen Bauch heraus und wurde extrem lecker.

Und hier für alle lieben Küchenquatsch-Lesenden das Rezept:

  • 1 Kaffeebecher getrocknete Kichererbsen (bitte, bitte, bitte: kein Dosenfutter hier – getrocknete Kichererbsen, die man selbst kocht, schmecken so viel besser!)
  • 10 getrocknete Fenchelsamen
  • 15 getrocknete Kreuzkümmelsamen
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 1 kleine Karotte, möglichst eine aromatische und bio, damit man die Schale dran lassen kann.
  • 2 Schalotten (die Schalotten nehme ich, weil man die gut roh verarbeiten kann; sie sind würzig und gleichzeitig mild, stoßen also nicht auf)
  • 4 frische Minzeblätter
  • ein paar kleine Zweige frischer Thymian
  • Paprikapulver
  • Balsamico
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Sesam

Söööö. Die Kichererbsen habe ich erst einmal in Wasser eingeweicht. 2-3 Stunden bringen auch schon was – es muss nicht über Nacht sein. Dann habe ich das Einweichwasser weggeschüttet, die Erbsen abgespült, neues Wasser aufgegossen und den Fenchel, Kreuzkümmel, Lorbeer zu den Kichererbsen dazugegeben.

Das ganze ließ ich aufkochen und dann ca. 45 Minuten bei niedriger Hitze kochen. Die Kichererbsen schmecken schön nussig, wenn man sie bissfest kocht (also nicht zu Brei kochen).

Die Karotte habe ich gut abgewaschen, nicht geschält und in ca. 2mm dicke Scheiben geschnitten, die Schalotten in feine Würfel geschnitten.

Beides habe ich mit den restlichen Zutaten vermischt und durchziehen lassen, bis die Kichererbsen gar waren.

Ich habe von den Kichererbsen das überschüssige Wasser abgegossen und dann in den heißen Topf das Kräuter-Zwiebel-Gemisch gegeben und mit den Kichererbsen vermischt. Und dann kam noch der Sesam dazu.

Den Topf habe ich mit Deckel auf den abgeschalteten, noch warmen Herd gestellt, damit die Aromen sich miteinander verbinden.

Und das ließ ich dann über Nacht durchziehen und den ganzen nächsten Tag noch, denn den Salat gab’s zum Vesper.

Das ganze macht tierisch satt und zufrieden. Und es müsste komplett fettfrei sein, denn das Olivenöl habe ich vergessen (aber nicht vermisst).

Die Reste gab’s später mit etwas Eichblattsalat, Radiccio und Gurken. Und Olivenöl. Jamjam. Der Sommer kann kommen!

Mangold-Lasagne

Mangold-Lasagne

Das ist für dich, D. Remember?

Mangold ist echt etwas Feines, finde ich. Er ist so grün, dass er bestimmt supersuper gesund ist, er schmeckt lecker und lässt sich leicht verarbeiten (im Gegensatz zu Spinat, den man fünf Mal waschen muss, bis er halbwegs sauber ist, und dann sollte man noch die Stiele klein hacken …)

Also Mangold ist ein bisschen mein new best friend. Und da D und ich einmal Lasagne mit Mangold machen wollten, und es zu dieser Zeit aber keinen Mangold gab, habe ich es selbst einmal ausprobiert. War wirklich lecker.

hier geht’s zum Rezept. Und soeben habe ich Fotos dazu hochgeladen!!

 

Essen nach 22 Uhr

Essen nach 22 Uhr

Das tue ich regelmäßig, mindestens ein Mal pro Woche, wenn ich zum Squash und anschließend in die Sauna gehe. Diese Woche tat ich es schon zwei Mal: eben nach dem Squash, und gestern nach einer 8-Stunden-Schicht bei einem Aushilfsjob.

Zwei Menschen haben mir schon gesagt: mach das nicht, das bricht dir das Genick! Oder: das habe ich auch öfters getan und es wurde mir zum Verhängnis.

Solchen Menschen würde ich gerne etwas explizites, zensierfähiges, f-mäßges sagen, weil ich der Überzeugung bin, dass meine Essenszeiten meine völlig eigene Sache sind. Eigentlich sollte man solche Spaßbremsen ignorieren, was mir meistens auch sehr gut gelingt.

Ob ich davon zunehme? Also der eine Mensch, dem spätes Essen zum Verhängnis wurde, fragte mich erst kürzlich, ob ich abgenommen habe. Nee, hab ich nicht, und schon gar nicht zugenommen, trotz warmen Mahlzeiten nach 22 Uhr.

Ich bin der Meinung, dass ich einmal pro Tag etwas Warmes brauche. Und wenn es eben nach 22 Uhr ist (gestern war es 23 Uhr), dann ist es eben so spät.

Yo! Und deshalb schreibe ich nun auf, was ich gestern Leckeres gekocht habe – das ging ganz schnell und einfach. Und ich nenne datjanze

23-Uhr-Spaghetti (schmeckt bei Kerzenschein am besten!)

  • Spaghetti für eine Person (ca. 1/4  bis 1/3 von 500 Gramm)
  • 1 EL Butter
  • 1 gehäuften EL Crème fraîche (ihr erinnert euch: ich kurbele dieses Jahr die Butter- und Crème-fraîche-Industrie an!)
  • einen halben Kaffeebecher Tiefkühl-Erbsen
  • etwas fein geriebenen Bergkäse oder Parmesan
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer aus Mühlen

Ja, und da habe ich einfach Wasser im Topf gekocht, Salz dazu getan, die Spaghetti reingeworfen und ein bisschen umgerührt. Ca. 30 Sekunden bevor ich die Spaghetti abgegossen habe, schmiss ich die Tiefkühl-Erbsen zu den Spaghetti, damit sie auftauen, aber nicht zerkochen. Und dann einfach Wasser abgießen und Spaghetti mit Erbsen auf einen tiefen Teller befördern, oben drüber kam Butter, Crème und Käse (die Idee ist, dass alles schön zerfließt, dann schmeckt das nämlich so herrlich sahnig und hat ein samtiges Mundgefühl), und dann noch etwas Pfeffer und Salz drüber.

Ich bin der Überzeugung, dass man danach noch fit genug ist, um Sex zu haben (besonders, da gerade Vollmond ist), oder eben – in meinem Fall – mit IHR noch bis 2 Uhr zu telefonieren.

Tatataääää

Tatataääää

Hallo liebe Leserinnen,

ich melde mich zurück. Fragt nicht, wo ich war, ich habe ein leckeres Rezept für Euch.

Ich mag ja so gekaufte Country Potatoes oder Potatoe Wedges nicht. Man kann sie wunderbar selbst machen und sich bei der Marinade austoben. Hier mein Rezept, mit zwei unterschiedlichen Marinaden.

Country Potatoes

In jedem Fall nimmt man ein paar rohe festkochende Kartoffeln, schält sie (bei neuen Kartoffeln kann man die Schale dranlassen und gut bürsten). Dann halbiert man die Kartoffeln der Länge nach und schneidet die Hälften in grobe Spalten. Die Spalten sollten etwa gleich dick sein, damit die Stücke nachher alle gleichzeitig gar sind.

In einer großen Schüssel, in die später auch die Kartoffelspalten reinpassen, mischt man die Zutaten für die Marinande.

Marinade 1 mit Honig und Senf:

Zutaten: (Mengenangaben gibt es nicht, schüttelt einfach ein paar Mal die Fläschchen und es wird schon passen!)

Salz

Chilipulver (hier nicht so oft schütteln!)

Brühpulver (möglichst ohne Geschmacksverstärker)

ein Schuss Sojasoße

Senf (gerne auch körniger Senf)

Honig

süßes Paprikapulver

eine Prise Zucker

Olivenöl

Alle Zutaten miteinander vermischen, die Kartoffelspalten drunterheben und gut miteinander vermischen, dann auf ein Backblech mit Papier geben.

Ein paar ungeschälte Knoblauchzehen andätschen (mit der Schnittfläche eines Messers) und zu den Kartoffeln geben.

Bei 220 Grad etwa 30-40 Minuten backen.

Marinade 2 mit indischen Gewürzen:

Im Mörser folgende Gewürze zerreiben:

Bockshornklee, Kreuzkkümmel, Chilisamen, Pfefferkörner und etwas frischer Knoblauch.

Dann dazugeben:

Zitronensaft

Sojasoße

etwas Wasser

Salz

Sonnenblumenöl

Mit den zerriebenen Gewürzen verrühren und die Kartoffeln damit vermischen.

Ab in den Backofen und genießen!!
Die Marinaden kann man beliebig abwandeln. Wichtig ist nur, dass sie kräftig und schön salzig ist, damit die Kartoffeln nachher nicht fad schmecken. Viel Spaß beim Ausprobieren!