Schlagwort-Archive: Freundinnen

Ding

Ding

Man man man, da schreibe ich monatelang nichts, und krieg immer noch mindestens 15 Klicks pro Tag. Das macht mich ein bisschen stolz. Die Menschen kommen hierher, weil sie wissen wollen, wie man Country Potatoes macht oder wo man Sex auf Gran Canaria findet (Antwort zum letzteren: überall).

Mir passieren ja ständig blogwürdige Dinge, allein fehlt mir die Zeit zum Schreiben. Heute habe ich sie.

Diese Woche. Gute Freundin (M). Sie hat ne Neue. Wir in unserer Lieblingskneipe. Bei mir gibt’s Veggie-Burger und französischen Rotwein, bei M Hefeweizen und die eine oder andere frittierte Kartoffel von meinem Teller. Mir läuft so richtig schön die Ketchup-Mayo über die Finger, der handgehäkelte Veggie-Burger zerbricht in Achtel. Perfekt!

Wisst ihr eigentlich, was das Altern mit sich bringt? Größere Zahnzwischenräume. Sowas hatte ich früher nie, aber seit ich ca. 33,5 bin, bleibt mir immer wieder etwas zwischen zwei Backenzähnen hängen. Ich habe zusätzlich zur Haupt-Zahseide fürs Bad eine zweite Zahnseide angeschafft, die ich immer in meinem Rucksack herumtrage.

Also hängt nach dem leckeren Mahl etwas zwischen meinen Zähnen. Mein Rucksack ist zuhause. Die Kneipe hält für so etwas Zahstocher bereit, allein aufstehen will ich nicht, wir sind wir eingekeilt zwischen einem Mann-Frau-Paar und zwei Männern. Ich frage die Männer, ob ich einen Zahnstocher ihrer Oliven haben könnten. Der eine entsetzt: “die sind doch gebraucht!” (na und, will ich mir deine Bakterien einfangen oder dir meine verpassen? Also.) Aber die Kellnerin eilt zum Tresen und bringt mir einen Zahnstocher. Das wollte ich ja auch nicht, sie wegen diesem Mini-Ding rennen lassen.

M fängt an, vom Sex mit ihrer Neuen zu erzählen. Ich halte die Hand vor den Mund und stochere. Stochere. Piekse. Probiere es von der anderen Seite. Kaue auf dem Zahnstocher. Nix. Wir reden über Oralsex, über Epiliergeräte und das erste Mal mit einer Neuen. Der Zahnstocher ist inzwischen von beiden Seiten stumpf. Die Freundin fragt: “haschs jetzt endlich”. Ich werde langsam verzweifelt. Mit Wein nachspülen hilft nicht. Ich überlege, eine dritte Zahnseide für Jacken anzuschaffen, gleich einem Labello-Arsenal.

M sagt, dass die Neue voll abgeht, und dass es ein Geben und Nehmen ist.

Besonders hartnäckig sind Salatstücke und Kraut, der Killer Topaz-Äpfel.

“Nimm doch ein Haar. Geh aufs Klo und nimm ein Haar,” quengelt M. Ich kenne die Neue noch nicht einmal, aber ich finde es schön, dass M und ich mal wieder so gut über Sex reden können. Da geh ich nicht aufs Klo. Ich fahre mir über den Kopf, suche die richtige Länge. Ziep. Als außer M gerade niemand zu gucken scheint, umwickle ich die Finger mit dem Haar und versuche mein Glück. Das Haar reißt.

Es geht um den intimen Geruch einer Frau und darum, ob man das gut finden muss / will, oder ob manchmal einfach eine Dusche angesagt ist. We agree to disagree.

M ist noch zum Kino verabredet. Auf dem Weg nach draußen verlange ich noch einen Zahnstocher, der genauso schnell stumpf wird. Eine halbe Minute später, und ich hätte den Bus nach Hause verpasst.

Die erste Zahnseide nach 1,5 Stunden Stochern? Unbezahlbar.

Ne Freundin gestern

Ne Freundin gestern

Wir haben nicht mehr so engen Kontakt, aber gestern haben wir uns gesehen.

“Das scheint ja bei dir ein Muster zu sein” (immer wieder an Frauen zu geraten, die aus welchen Gründen auch immer nicht zu haben sind)

“Mein Mann war ursprünglich nur eine Übergangslösung, weil ich in der neuen Stadt niemanden kannte.” (sie haben vor 7 Wochen geheiratet und es war die schönste Hochzeit, die ich erlebt habe)

“Selbst wenn wir uns streiten, gehen wir nie zerstritten ins Bett. Wir sind beide nicht die Menschen, die etwas auf die Goldwaage legen oder lange nachtragend sind. Wir besinnen uns einfach darauf, dass wir uns doch lieben, und dann versöhnen wir uns wieder.”

Und ich meinte, dass es jetzt, wo ich gerade versuche, mich emotional von einer Frau zu lösen, schon sehr wehtut. Und dass Trennungen sehr weh tun. Und wie weh eine Trennung tun muss, wenn man viele Jahre zusammen war. Ich glaube, davor habe ich Angst. Und Angst, dass ich mich nicht trennen werde, weil ich vor diesem Schmerz so Angst habe. Und sie meinte, dass ich doch ein bisschen Vertrauen in andere Menschen haben soll, und dass ich mir vielleicht deshalb Frauen aussuche, die nicht zu haben sind – weil es da garantiert keinen Trennungsschmerz geben wird, da es keine Beziehung geben wird.

Ich kenne sie vom Philosophie-Studium. Food for tought

Das ist für dich, Frau K – herzlich willkommen

Das ist für dich, Frau K – herzlich willkommen

So, Frau K darf jetzt auch hier lesen :)

Und ich schreibe heute über ein Thema, das auf diesem Blog hier neu ist.

Selbstbefriedigung.

Hier ging es ja schon oft um Sex zwischen zwei Menschen. Tatsache ist jedoch, dass ich sehr viel mehr Sex mit mir selbst als mit einer anderen Person habe. Also warum sollte ich nicht einmal über Solo-Sex schreiben?!

Aber was nur?

Gibt es eigentlich so etwas wie lesbische Selbstbefriedigung? (es gibt ja auch “lesbischen Sex”) Befriedigt sich eine Lesbe anders als eine Hetero-Frau? Gibt’s da Studien dazu? Was meint ihr?

Das würde mich echt brennend interessieren.

Mir fallen da keine Unterschiede ein. So, wie Hetero-Frauen dabei vielleicht Fantasien von Frauen haben, habe ich manchmal Fantasien von Männern.

Ein schwuler Bekannter meinte vor kurzem: er ist zu alt, um es sich noch selbst zu machen. Sprich: wenn er Bock auf Sex hat, sucht er sich jemanden.

Aber ich finde das so: warum sollte ich mir die Mühe machen, eine Frau anzusprechen, anzubaggern, abzuschleppen – was heißt Mühe – ich stehe eh nicht mehr auf One Night Stands – wenn ich doch nur einen Orgasmus will?! Das ist ein bisschen wie: warum soll ich nach Los Angeles zur Filmpremiere fliegen, wenn ich mir zuhause die DVD angucken kann?

Und ich finde inzwischen gar nicht mehr, dass Selbstbefriedigung ein trauriger Ersatz für Sex mit einer anderen Person ist. Im Gegenteil: es ist einfach eine andere Art von Sex: schön, unkompliziert, fast immer und überall möglich, heiß, entspannend. Ich tue mir dabei selbst etwas Gutes, ich ehre meine Bedürfnisse und meinen Körper.

Es ist wie mit dem Kochen (ist eigentlich nicht alles im Leben “wie mit dem Kochen”, fällt mir gerade ein?!): das eine Mal kaufe ich mir leckere Zutaten und koche etwas Feines für mich und genieße es alleine. Und das andere Mal kaufe ich auch leckere Zutaten und koche mit einer anderen Person etwas Feines, quatsche mit ihr dabei, gucke ihr während des Essens in die Augen und wir genießen zusammen. Aber die nächstbeste von der Straße zerren und sagen: hey, iss heute abend mit mir, weil ich unbedingt essen muss und für mich alleine nichts kochen mag?

Nö.

Und manchmal ist es schön, dass ich mir beim Solo-Sex nicht noch Gedanken um eine andere Person machen brauche, sondern einfach mit mir alleine bin (übertragen aufs Kochen: dass ich mir nicht überlegen brauche, ob es der anderen auch schmeckt, und ob sie meine Art Zwiebeln zu schneiden mag). Und manchmal kommt man eben erst mit einer anderen Person auf neue Ideen.

Kann eure Kommentare kaum erwarten :)

свадьба [swadba]

свадьба [swadba]

das heißt “Hochzeit” auf Russisch.

Eben hat mir ein Bekannte aus Russland geschrieben, dass sie geheiratet hat. Ich habe eine Weile nichts von ihr gehört; ich kenne sie aus eine Austauschprogramm, das ich einmal mitbetreute, und die Frau war so gut, dass sie ein Stipendium für einen weiteren Aufenthalt in Deutschland bekommen hat. Sie ist so ein lieber Mensch, irgendwie glaube ich auch sehr traurig, aber so herzlich und natürlich.

Auf den Hochzeitsfotos, die sie mitgeschickt hat, habe ich sie zum ersten Mal geschminkt gesehen.

Ich habe geheult, als ich davon gelesen habe, es hat mich berührt, und ich weiß gar nicht warum.

Dachte ich vielleicht, dass sie lesbisch ist, weil sie mich zum Abschied vor über einem Jahr so fest gedrückt hat und “ich liebe dich” gesagt hat? Vielleicht habe ich es irgendwie gehofft.

Vielleicht dachte ich auch, dass sie mit ihren zwei Deutschlandaufenthalten in Russland einen besseren Job bekommt als den, den sie jetzt hat.

Vielleicht fand ich auch ihren Mann komisch, der auf den ersten Blick sehr stämmig und hart rüberkommt, aber sie (wenn ich genauer hinschaue) sehr lieb anlächelt.

Ich finde es manchmal traurig, wenn ich Hochzeitsbilder sehe. Wenn sich Frauen für einen Tag so besonders stylen und sich ein besonderes Kleid kaufen und professionelle Fotos machen lassen. Ich denke da so: und? Ich finde das so traurig, weil sie den Tag ihres Lebens haben und ich mich nicht mitfreue. So: und? Du hast einen Vertrag unterzeichnet, dass du mit einem Menschen zusammenleben wirst. Und? Und?

Vielleicht war ich auch traurig, weil ich aus der Hochzeit geschlossen habe, dass sie jetzt erst mal nicht mehr nach Deutschland kommt, sondern bald Kinder haben wird.

Vielleicht ist es auch nur PMS.

Ich und meine Gedanken. Ich würde sie einfach gerne wieder ungeschminkt an mich drücken, die Tanja.

Geraten

Geraten

Ich bin ganz offen: ich gerate seit Jahren an Frauen, die aus irgendwelchen Gründen keine Beziehung mit mir möchten. In der Hinsicht bin ich ein Trüffelschwein (äh, Moment, passt das Bild? Naja, ich meine einfach nur, dass ich mir mit der Zielstrebigkeit eines Trüffelschweins vergebene oder beziehungsunwillige Frauen aussuche, mit einer Ausnahme).

Und die Frauen, die ich in diesem Zusammenhang bisher gedatet habe, sind toll. Wir haben uns gut verstanden, uns gut unterhalten, lustige bis sehr lustige Dinge getan. Und immer habe ich gedacht: sie wird schon zu mir kommen, sie braucht nur etwas Zeit (um über ihre Ex hinwegzukommen, um zu erkennen, dass sie zwar eigentlich keine Beziehung will, aber mit mir schon, oder, um sich von ihrer Freundin zu trennen).

Und irgendwie merke ich, wie schwer das für mich ist. Dass ich damit meine Bedürfnisse umgehe und meine Gefühle bremse. Und auch wenn mir die Freundschaften mit den Frauen Nähe und Spaß und Verstehen geben, habe ich das Gefühl, gegen eine Wand zu rennen, ich fühle mich ausgeliefert.

Da ist so viel in mir, das ich zu geben habe, und ich gehe damit von Frau zu Frau, wie eine Marktfrau, die ihre Waren anbietet, die immer wieder bei der selben Frau vorbeigeht und fragt: willst du nicht doch meine tollen Waren, sie werden dich auch bestimmt glücklich machen. Nein? Wirklich nicht?

Und die Frauen sagen: also gut, Sex habe ich schon, Liebe will ich nicht, aber Vertrauen, Zuhören und Nähe, geht das?

Und ich sage: “ok” und knirsche mit den Zähnen und fühle mich als Opfer und bemitleidenswert, weil ich an die falschen Frauen gerate.

Ist es zu spät für Vorsätze? Ich gehe ab heute zu der Frau, die das Gesamtpaket nimmt, und die auf dem Markt auf mich zugerannt kommt und sagt: gerne!

Sie

Sie

Sie ist so toll. Die Neue in meinem Leben. Ist erst seit 12 Tagen da. Dreimal haben wir uns gesehen. Waren schon heiße Schokolade trinken, im Kino, auf Fototour, im Vorort-McDonalds, in meiner Wohnung, auf meiner Couch. Haben stundenlang telefoniert, gekuschelt, gelacht. Uns fast geküsst. Jetzt wohnt sie für ein paar Wochen in einer anderen Stadt, kommt aber bald wieder. Sie hat eine Freundin. Die Neue macht, dass ich meine Probleme mit meinem Herzen sehe und vor Erleichterung heule. Sie macht, dass ich über Dinge reden kann, vor denen ich sonst Angst habe. Ich traue mich mehr als je zuvor und fühle mich sicher.

Und irgendwie ist es gerade egal, dass sie eine Freundin hat. Weil wir im Moment so eine schöne, tiefe Verbindung haben und uns gegenseitig Nähe geben.

Vielleicht sind wir uns so nah, dass sie bald diesen Blog hier lesen darf.

D.A.T.E

D.A.T.E

Yeah, gestern hatte ich ein Date. Und was für ein herrliches.

Kennt ihr das, wenn ihr eine neue Person kennenlernt, die auch noch dem Geschlecht angehört, das ihr euch für Beziehungen ausgesucht habt (in meinem Fall: Frauen), und mit dieser Person redet, ihr gegenübersitzt und denkt: das ist sie. Die und keine andere. Mein Mensch.

Sie haut mich so richtig um. Sagt lauter richtige Sachen. Ich will ihre Hand nehmen, sie knutschen, und ich verkrafte es fast gar nicht, dass ich sie so toll finde und wir uns so gut verstehen und uns super-persönliche Sachen erzählen. Es ist schön mit ihr, dass es fast zu viel und zu schnell ist.

Und dann erwähnt sie nebenbei ihre Freundin. Ich lasse sie erstmal weiterreden und frage dann: habe ich das eben richtig verstanden, dass du eine Freundin hast?

Und sie so: ja.

Wir reden weiter. Sie ist immer noch toll, am liebsten würde ich rausgehen und heulen, stattdessen sieht sie mir an, dass mich etwas beschäftigt, sie nennt es so: die Gedanken rattern wie ein Zug durch dein Gehirn.

Und ich sage: hey, ich finde es gerade voll schade, dass du eine Freundin hast. Mit dir kann ich so gut reden und das haut mich gerade um.

Und sie so: ja, ich merke, diese Barriere ist gar nicht da.

Wir quatschen weiter, erzählen noch mehr persönliche Dinge. So gerne würde ich einiges davon hier schreiben, aber das möchte sie nicht. Skurrile, schöne Sachen sind das. Ich will dann auch nicht mehr heulen sondern bin so froh, dass wir das Thema “Beziehung” geklärt haben. Ich habe mich schon mit so vielen Single-Frauen getroffen und es blieb auf der freundschaftlichen Ebene und keine von uns hat angesprochen, ob aus der Beziehung mehr werden kann oder soll. Und was mir an dieser Frau am besten gefallen hat, ist, dass ich aus irgendeinem Grund sehr direkt und offen mit ihr reden kann, auch über schwierige Gefühle.

Yeah.

bist du mein Mensch?

bist du mein Mensch?

“Nichts ist beglückender, als den Menschen zu finden, den man den Rest seines Lebens ärgern kann.” Agatha Christie

Dieses Zitat beschreibt eine wie ich finde tolle neue Sichtweise auf Beziehungen. Genau so eine Beziehung wünsche ich mir.

Und die Dame vom Sonntag könnte ich mir gut vorstellen, eine Weile meines Lebens zu ärgern (mit “für den Rest meines Lebens” tu ich erst einmal langsam). So. Ihr hat es genauso wie mir gefallen, während des Deutschlandspiels gegen England mit mir im Biergarten OHNE Fernseher zu sitzen. Später in meiner Wohnung waren wir uns einig darüber, wie man eine schnelle Tomatensoße mit Zucchini zubereitet. Anschließend saßen wir uns auf meinem Balkon gegenüber, beide barfuß, tranken ein bisschen Sekt und redeten über Beziehungen, übers Kinder haben – ganz allgemein natürlich, und ich fand es einfach gut und interessant, so viel Neues über sie zu erfahren, nachdem ich sie schon einige Monate lang kenne. Es kribbelte nicht bei mir, und während des Gesprächs habe ich mich schon immner wieder gefragt und innerlich angestupst: hey, wieso kribbelt es gerade nicht bei dir, ist doch alles voll toll gerade?!

Aber eigentlich… eigentlich komm ich gerade runter von diesem “Es muss so richtig knallen”.

Ich will eine Beziehung. Keine Sommeraffäre, keine Fernstbeziehung, keinen One Night Stand, sondern jemanden, mit dem ich ein paar Jahre meines Lebens teilen kann. Es tut so gut, diesen Stress loszulassen, mich nicht zu fragen, ob es bei mir kribbelt, wenn sie mir gegenübersitzt, ob mein Pferdeschwanz noch perfekt sitzt, ob ich Gloss nachlegen soll… Darauf kommt es auf einmal überhaupt nicht mehr an.

Sondern auf unsere Bedürfnisse. Ich muss erst einmal meine Bedürfnisse erkennen. Bisher habe ich mir immer überlegt, was ich tun muss, um der anderen zu gefallen – und es endete damit, dass ich mich total verbogen habe und mich abhängig fühlte. Aber wenn ich über meine Bedürfnisse nachdenke, ganz ruhig und ehrlich mit mir selbst, mache ich mich frei (nicht so wie beim Arzt, sondern ihr versteht schon) und bekomme Klarheit. Dann kann ich – jenseits von: aber sie ist so cool und ich will so gerne eine Freundin – in Ruhe überlegen, ob es so ungefähr passen könnte.

Und je mehr ich mir über meine Bedürfnisse klar werde, desto mehr entdecke ich, dass sie ein paar davon erfüllt (und ein paar nicht). Ratet mal, was das in mir auslöst?

Kribbeln.

Herzklopfen.

Sehnsucht.

Schieben in Tübingen

Schieben in Tübingen

In Tübingen gibt es viele Studenten, viele davon kommen mit ihrem Auto von außerhalb. Sie parken im Wohngebiet, riskieren Strafzettel. Irgendwann probieren sie den Schiebeparkplatz aus.

Es ist im Grunde ein ganz normaler Parkplatz, auf dem die Autos parallel einparken. Bis alle Parkplätze belegt sind. Dann parken die Autos auf dem Weg zwischen den Parkreihen, also quer zu den normal geparkten Autos. Die “neuen” Autos stehen hintereinander und parken so die normal geparkten Autos zu.

Aber, der Trick ist, dass Querparker die Handbremse nicht anziehen und keinen Gang einlegen. Denn wenn eins von den normal geparkten Autos rausfahren will, schiebt der Fahrer oder die Fahrerin einfach das sie zuparkende Auto zur Seite.

Und wirklich, das geht. Ich hab es mit dem tonnenschweren Mercedes meiner Freundin probiert. Du brauchst nicht einmal viel Kraft oder Körpergewicht. Ein kräftiger Schubs, und das Auto rollt langsam zur Seite.

Das ist der Schiebeparkplatz in Tübingen.

Sauna

Sauna

Ach, da könnt ich Geschichten erzählen. Ich mag Sauna ja sehr. Meine schwulen Freunde auch. Zwei von ihnen müssen in einer neuen Stadt erst einmal die örtliche schwule Sauna abchecken. Mit einem anderen schwulen Freund geh ich nach der Squashstunde immer saunieren.

Und eigentlich habe ich mich schon oft gefragt, wie wohl eine Sauna für Lesben wäre. Wo man nicht hauptsächlich zum Saunieren hingeht, sondern um mit fremden Frauen Sex zu haben. In Toronto, meiner emotionalen Heimat, gibt es sowas, zumindest an ein paar Abenden im Jahr: http://www.pussypalacetoronto.com/.  Habs bis jetzt noch nicht dorthin geschafft, würde mich das vielleicht auch gar nicht trauen. Aber nett fände ich es schon, mal in einer hitzigen Umgebung zusammen mit anderen schönen, nackten, homosexuellen Frauen zu sein, und dann mal gucken, was passiert.

Es heißt, dass in einem bestimmten öffentlichen Stadteilbad meiner Stadt zur Damensauna besonders viele Lesben auftauchen. Und deswegen gehe ich da diese Woche mit meinen guten lesbischen Freundinnen hin.

Sowas nennt man investigativen Journalismus, und wenn nichts Besonderes passiert dort, werde ich an dieser Stelle sicher darüber lästern.